Kalte Herberge (Rheingau)

Südlich des Mapper Hofs liegt die Mapper Schanze, die einzige erhaltene Befestigungsanlage entlang des Rheingauer Gebücks. Sie wurde 1494 errichtet, um den Weg von Oestrich nach Geroldstein in den Untertaunus zu sichern. Reste dieser alten Straße sieht man als Hohlweg südlich der Wiese im Wald. Vor und hinter der Ruine finden sich am Waldrand Reste der Erdwälle, die die Schanze umgaben.

Die Mapper Schanze bestand aus einem Tor, über den sich ein Turm erhob, und einem seitlich angebauten Rondell. Flankiert wurde das Torgebäude von kleinen Mauern. Auf der dem Vorderwald zugewandten Seite befanden sich zwei Nebengebäude, die den Wachen als Wohnung dienten. Nach der Aufgabe des Rheingauer Gebücks wurden die Gebäude noch bis 1913 als Forsthaus genutzt. Neben der Mapper Schanze befindet sich ein kurzer, 1984 rekonstruierter Gebückstreifen.

Hinter der Mapper Schanze erhebt sich der höchste Berg des Rheingaus, die Kalte Herberge (619m), die zur Gemarkung von Hallgarten gehört. Die Kalte Herberge ist gänzlich mit dichtem Nadelwald, teils auch Laubwald bestanden. Auf den kaum merklich höchsten Punkt abseits der Wanderwege weist ein Informationsschild hin. Nach Osten hin verlängert sich der Taunuskamm von der Kalten Herberge zum Erbacher Kopf (580m), nach Westen zum Grauen Stein (529m).