Christine-Koch-Weg (X 18)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 126 km
Gehzeit o. Pause: 1 Tag 9 Stunden 6 Min.
Höchster Punkt: 690 m
Tiefster Punkt: 138 m
Christine-Koch-Weg X18

Einer der Hauptwanderwege des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) ist nach Christine Koch benannt. Die Dame ist nicht jedermann bekannt, weshalb wir zunächst einige Worte über die sauerländische Nachtigall verlieren. Christine Koch wurde 1869 in Eslohe geboren und war zunächst Lehrerin in Padberg, dann in Borbeck, bis sie schließlich 1905 in den heutigen Schmallenberger Ortsteil Bracht zog.

Hier in Bracht in den Saalhauser Bergen schrieb Christine Koch neben ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mutter zahlreiche Gedichte in Sauerländer Mundart. Sie veröffentlichte mehrere Bände und erhielt zu Lebzeiten u.a. den Klaus-Groth-Preis für niederdeutsche Dichtung und den Westfälischen Literaturpeis. Von ihr stammen z.B. folgende schöne Zeilen:

Hius in der Sunne, Räosen am Tiun,
Fierowendstunne – Peypken, swuartbriun.
Schattege Boime, ne kauhlen Drank –
Sumernachtsdroime op ‘ner hülten Bank.

(In Hochdeutsch: Haus in der Sonne, Rosen am Zaun, Feierabendstunde – Pfeifchen, schwarzbraun. Schattige Bäume, einen kühlen Trank – Sommernachtsträume auf einer hölzernen Bank.)

Der als Hauptwanderweg X18 markierte Christine-Koch-Weg beginnt in Menden und führt auf 126km in südöstliche Richtung durchs Sauerland. Man wandert durch den Balver Wald, passiert den Dom des Hönnetals und kommt über Affeln ins Plettenberger Land.

Durchs Lennebergland leitet der Christine-Koch-Weg in die Saalhauser Berge und passiert den langjährigen Wohn- und Schaffensort von Christine Koch: das kleine Dorf Bracht. Hinter Saalhausen erfolgt der Aufstieg auf den Kamm des Rothaargebirges. Über den Höhenzug leitet der Wanderweg X18 ins Wittgensteiner Land und steuert schließlich das Ziel an: die Kurstadt Bad Laasphe im Lahntal.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Christine-Koch-Wegs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx). Die sechs Tagesetappen auf dem Christine-Koch-Weg des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Etappen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Christine-Koch-Weg Etappe 1 von Menden nach Balve (17km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf der ersten Etappe genießt man die Ruhe und die gute Luft im Wandergebiet Balver Wald. Man passiert den gleichnamigen Berg und kommt vorher am Naturschutzgebiet ehemaliger Klärteich vorbei.


Christine-Koch-Weg Etappe 2 von Balve nach Plettenberg (14km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf dieser Tageswanderung kann man in Affeln in der katholischen Pfarrkirche St. Lambertus das bekannte Antwerpener Retabel bewundern, eine beeindruckende Schnitzarbeit aus dem 16. Jahrhundert.


Christine-Koch-Weg Etappe 3 von Plettenberg nach Fretter (23km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Tageswanderung leitet durch ideales Wandergebiet: Viel Wald, wenig Zivilisation. Unterwegs passiert man die Glingebachtalsperre, die als Unterbecken des Pumpspeicherkraftwerks Rönkhausen dient.


Christine-Koch-Weg Etappe 4 von Fretter nach Saalhausen (22km)

Wanderatlas-Empfehlung: Es geht einem quer durch die Saalhauser Berge, vorbei an Bracht, dem langjährigen Wohnort Christine Kochs. Kurz vor dem Ziel passiert man den Rinsleyfelsen am Südhang des Himbergs (689m), eine markante Felsformation, die man besteigen kann.


Christine-Koch-Weg Etappe 5 von Saalhausen nach Erndtebrück (29km)

Wanderatlas-Empfehlung: In Oberhundem lohnt ein Abstecher ins Stickereimuseum, das in dem liebevoll renovierten Pfarrhaus aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist. Hinter Oberhundem beginnt der Anstieg auf den Rothaarkamm, der am Rhein-Weser-Turm mit einem weiten Blick über das Sauerland belohnt wird.


Christine-Koch-Weg Etappe 6 von Erndtebrück nach Bad Laasphe (20km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Schlussetappe bietet mit schönen Wanderpassagen durchs Wittgensteiner Land, Schloss Wittgenstein, der romanischen Kirche, der historischen Altstadt und dem Pilzkundlichen Museum von Bad Laasphe einige abwechslungsreiche Akzente.

IVW
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