Plettenberger Land


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Den nördlichen Teil des Naturparks Ebbegebirge bildet das Plettenberger Land rund um die drei Orte Plettenberg, Herscheid und Werdohl. Neben den Hauptorten ist die Region mit kleinen bis kleinsten Ortschaften besiedelt, die teilweise nur aus einer Hand voll Häuser bestehen. Dazwischen laden ausgedehnte Waldflächen und enge, teilweise fast schluchtenartig anmutende Täler zu interessanten Wanderungen ein.

Im Osten und Nordosten grenzt das tief eingeschnittene Tal der Lenne das Plettenberger Land zum Lennebergland ab. Im Südosten ist es die gedachte Fortsetzung des Ebbekamms über Eichhahn (514m) und Heiligenstuhl (584m), auf der sowohl die Kreisgrenze zwischen Märkischem Kreis und Kreis Olpe als auch die Stadtgrenze zwischen Plettenberg und Olpe verläuft. Im Süden schließt sich der Ebbekamm an, die Grenze bildet hier das Tal der Oester. Und im Westen schließlich sind das obere Volmetal um Meinerzhagen und Kierspe sowie die Lüdenscheider Mulde direkte Nachbarn des Plettenberger Lands.

Zwei Zuflüsse der Lenne durchziehen das Gebiet, die Else und die Verse. Die Else ist ein 13km langer Nebenfluss der Lenne, der seinen Ursprung im Naturschutzgebiet Nümmert nahe Herscheid hat. Von Herscheid aus fließt sie nach Osten durch ein sich zögernd öffnendes Tal bis nach Plettenberg. Dort biegt sie nach Norden ab, um Plattberg (548m) und Saley (488m) auszuweichen und schließlich im Plettenberger Ortsteil Böddinghausen in die Lenne zu münden.

Die Verse entspringt weiter südlich, am nördlichen Rand des Ebbekamms bei Meinerzhagen. Sie speist gleich zwei Stausehen, die Fürwiggetalsperre und die größere Versetalsperre, ehe sie nahe Lüdenscheid nach Nordosten abbiegt und schließlich bei Werdohl nach 24,5km in die Lenne mündet.

Viele der Sehenswürdigkeiten im Plettenberger Land haben mit der Bergbau-Vergangenheit der Region zu tun. Alte Stollenmundlöcher sind vielerorts zu finden, wenn sie auch heute meist nur noch Fledermäusen als Unterschlupf dienen und bis auf wenige Ausnahmen nicht zu besichtigen sind.

Daneben sind es oft Brücken, Bahnhöfe und Tunneleingänge, die sehenswert sind. Denn die Bahnstrecke entlang der Lenne war Ende des 19. Jahrhunderts einer der Motoren für eine rasante wirtschaftliche Entwicklung. Werdohl etwa verzehnfachte seine Einwohnerzahl innerhalb eines Jahrhunderts. Aus landwirtschaftlich geprägten Ortschaften wurden in kurzer Zeit Gewerbe- und Industriestandorte. Das ist an den Städten nicht spurlos vorbeigegangen.


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