Werdohler Höhenflug


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑463m  ↓463m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wie der Name schon sagt, erleben wir an der Runde einige aussichtsreiche Punkte oberhalb der zu einem rundlichen W geschwungenen Lenne, die auch für den Anfangsbuchstaben des Städtchens Werdohl im Märkischen Kreis stehen könnte. Das „Werd“ von Werdohl geht auf Insel oder Halbinsel zurück, was auch durch das Mäandern der Lenne ganz gut passt. Wir werden „Werd“ im Tal mit Stadteindrücken und Wald mit Wiesen am Sauerland-Höhenflug erkunden.

Start ist an der Ruhr-Sieg-Strecke in Werdohl an der Lenne, die Vosslohstraße. Von hier windet sich der Weg aus dem steilen Lennetal aussichtsreich hinauf nach Neuenrade. Aussichten genießen auch die Wanderer auf dem Lenne Höhenwanderweg Etappe 3 oder jene auf der Runde Werdohl Lennestau Lenneberge

Durch den Mischwald kommen wir aufwärts durch das kleine Remmelshagen und auf dem Remmelshagener Weg. Wir haben hier bei rund 421m den höchsten Punkt der Runde. Östlich ist der 448m hohe Klosterberg. 

Wir wandern mit Wald und Wiesen an den Südrand von Neuenrade. Dort biegen wir rechts in die Altenaer Straße, streifen das Hotel-Restaurant Wilhelmshöhe, gehen ein Stück neben der Werdohler Straße (B229), queren sie und biegen nach links in den Haller Weg, dann rechts in die Südstraße.

Dort ist das „Drehbare H“, das von Wiesenfläche namens Hinter der Halle umgeben ist. Das Drehbare H ist das Logo des Höhenfluges als 3 x 3m große Holzskulptur. Es lässt genügen Spielraum für Schnappschüsse und Sichtfenster die man sich herbeidrehen kann. Hier verläuft auch der Hauptweg des Sauerland-Höhenfluges. 

Mit abwechslungsreicher Flora wandern wir in der Höhenlage gen Osten, mit Waldrand und Wiesen, einem Walderlebnispfad, nahe dem Gersberg (403m), zum Hexentanzplatz, an dem sich einige Wege kreuzen. Im Mittelalter verlief hier die Route zwischen Köln und Arnsberg. Von der Mitte des 13. bis ins 18. Jahrhundert fand im Sauerland die Hexenjagd statt. Rund 100 Menschen wurden der Hexerei bezichtigt. Es tanzten nicht die Hexen, sondern es loderten die Flammen der Scheiterhaufen.

Unsere Wanderung führt uns mit einem Waldlehrpfad in Richtung Werdohl talwärts und mit dem Landwehrbach an weiteren Orten archäologischer Fundstätten der Werdohler Landwehr sowie am Friedhof Landwehr vorbei. Durch die Friedhofstraße kommen wir ins Städtchen Werdohl mit St. Michael und Christuskirche.

Mit der Bahnhofstraße queren wir die Lenne. An der Lennepromenade ist eine Lennefontäne installiert, auch Skulpturen sind an der Promenade zu sehen. Der historische Bahnhof Werdohl, 1861 mit der Siegstrecke eröffnet, wurde 2016 zum „NRW-Wanderbahnhof des Jahres" ausgezeichnet.

Bildnachweis: Von Frank Vincentz [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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