Wandern im Schelder Wald

Der Schelder Wald ist ein naturnahes Wandergebiet im Lahn-Dill-Bergland. Waldreich und von kleinen Bächen durchzogen wird die Region von der Bottenhorner Hochfläche im Norden und der Hörre im Süden eingefasst. Zwischen dem Tal der Aar bis an den Fuß der Angelburg (609m) erstreckt sich der Schelder Wald und bietet Naturerlebnisse satt.

Für einen ersten Einstieg in den Schelder Wald bietet sich die zertifzierte Hessen-Extratour Eibacher Kucksweg an. Vom Westrand des Schelder Walds führt der Kuckucksweg am Kanzelstein (427m) vorbei ins Scheldetal und zur Neuen Mühle ins Eibachtal, bevor die Wanderung am Gradierwerk an der Eibacher Heilquelle wieder endet.

Auf den Höhenzug, der den Schelder Wald vom Dietzhölztal trennt, führt die Rundtour zum Heunstein, einer alten Ringwallanlage, die sich zwischen Nanzenbach und Frohnhausen befindet. Auf dem Rückweg teilt man sich die letzten Meter mit dem Lahn-Dill-Bergland-Pfad und kommt über die Adolfshöhe (365m) zum Bismarcktempel mit herrlichem Blick auf den Wilhelmsturm und die Altstadt von Dillenburg.

Zwischen Seelbach und Oberscheld verläuft der IVV-Permanentwanderweg rund um die Grube Falkenstein, dem letzten aktiven Erzbergwerk im Schelder Wald. Parallel versetzt dazu erkundet ein Rundweg die Nesselhofer Weiher am Wasenberg (459m).

Im Schnittpunkt von Gladenbacher Bergland und Schelder Wald folgt die Hessen-Extratour Hohe Straße dem gleichnamigen mittelalterlichen Handelsweg im Siegbachtal. Vom Naturerlebnisbad in Eisemroth geht es nach Tringenstein, wo einst eine Burg stand, die in die Dernbacher Fehde einbezogen war. Vom Burgberg hat man einen hervorragenden Ausblick ins Lahn-Dill-Bergland.

Eine weitere Hessen-Extratour startet im Aartal, der Rundweg Bickener Ritterspuren. Über den Aussichtspunkt Rudolfshain mit Blick auf die Burg Greifenstein geht es ins Nonnbachtal und weiter zur Bickener Schutzhütte und zum Eiternhöll (330m).