Hessen-Extratour Kuckucksweg Eibach


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑437m  ↓437m
Der Eibacher Kuckucksweg führt über den Kanzelstein in den Eibacher Wald und ins Eibachtal

Der Kuckucksweg ist eine der sogenannten Hessen-Extratour im Lahn-Dill-Bergland. Ausgangspunkt ist Eibach, ein Stadtteil von Dillenburg. Eibach ist ein traditionelles Bergmannsdorf, das 1313 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der Ortskern ist als Gesamtanlage als Kulturdenkmal geschützt.

Vom Gasthof Kanzelstein aus geht es los in Richtung des Naturschutzgebiets Kanzelstein. Das Naturschutzgebiet wurde historisch als sogenannte Allmendeweide (Gemeinschaftsweide) bewirtschaftet. Die Dorfbevölkerung nutzte die flachgründigen, felsigen Standorte indem sie ihre Schafe, Ziegen und Rinder auf den Kanzelstein trieben. Die dauernde Beweidung bis Mitte des 20. Jahrhunderts förderte die Ausbreitung magerer Pflanzengesellschaften, wie artenreiche Glatthafer-Wiesen, Borstgras- und Magerrasen mit eingestreuten Wachholderbeständen, welche aus der heute intensiv genutzten Landschaft nahezu verschwunden sind.

Die gut 11km lange Rundschleife durchquert den früheren Gemeindewald am Kanzelstein (427m) und steuert den Holzhäuser Hof an. Von hier geht es weiter in Richtung Nanzenbach. Bevor man Nanzenbach erreicht, knickt der Kuckucksweg nach Süden ab. Westlich am Oberellenbach (495m) vorbei geht es durch den Eibacher Wald zur früheren Grube Ölsberg kurz oberhalb des Scheldetals.

Hier ist der östlichste Punkt der Wanderung erreicht und der Kuckucksweg führt wieder zurück nach Eibach. Parallel zum gleichnamigen Bach wandert man bis an die Nordseite des Zimbergs (434m) und kommt kurz oberhalb der Neumühle an die Landstraße, die einen zum Gradierwerk an der Eibacher Heilquelle und dem Startpunkt des Kuckuckswegs bringt. Die Neumühle wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Das Mahlwerk ist vollständig erhalten, so dass der Mühle neben der ortsgeschichtlichen eine technikgeschichtliche Bedeutung zukommt und sie deshalb Kulturdenkmal ist.

Das Gradierwerk wurde an der Eibacher Heilquelle errichtet. Durch die vorhandene Heilquelle, deren Wasser sehr eisenhaltig ist, ist das Dorf ein beliebter Ort der näheren Umgebung.

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