Wandern im Hessischen Westerwald: 7 schöne Touren zwischen Dillenburg und Limburg

Der Hessische Westerwald bietet für Wanderer zahlreiche Möglichkeiten, die waldreiche Mittelgebirgslandschaft zwischen dem Dilltal von Haiger bis Wetzlar, dem Lahntal von Wetzlar bis Limburg und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz zu erkunden.

Das geht natürlich auf den großen Fernwanderwegen, die sich hier die Hand geben: Westerwaldsteig, Rothaarsteig, Lahn-Dill-Bergland-Pfad, Elisabethpfad und Lahnwanderweg. Das geht auch auf schönen Rundtouren, ideal für einen Tagesausflug. Diese sieben Touren tragen das Prädikat „empfehlenswert“ der Wanderatlas-Redaktion.

1. Weiter Blick und kalte Füße: Auf den Kornberg und zur Waat-Tretanlage am Rothaarsteig

Es geht durch die Wacholderheiden rund um den Dillenburger Stadtteil Donsbach. Startpunkt ist der Parkplatz am Wildpark Donsbach. Der ist ganzjährig geöffnet zu sehr zivilen Preisen, weshalb man die Wanderung auch gut mit einem Abstecher in den Wildpark verbinden kann. Ebenfalls am Weg liegt eine Waat-Tret-Anlage mit kleinem Barfußpfad und der CO2-Waldlehrpfad am Rothaarsteig.

Rundwanderung Wacholderweg, 16km, ca. 4 Stunden Gehzeit

2. Die mächtige Burg Greifenstein und die kleinen Hugenottendörfer

Geschichte und Kultur der im 17. Jahrhundert im Greifensteiner Land angesiedelten Hugenotten vermittelt der historische Hugenotten-Wanderweg. Startpunkt ist der Hugenottenbrunnen in Greifenthal. Von hier geht es zur Hugenottenkirche in Daubhausen und über den Welschen Born zurück zum Start.

Rundwanderung Hugenotten-Wanderweg, 18km, ca. 5 Stunden Gehzeit

3. Westerwälder Höhen und Westerwälder Höhlen: Unterwegs im Erdbachtal

Über einen Waldlehrpfad und einen Karst- und Höhenlehrpfad kommt man zum bekannten Herbstlabyrinth, einer spannend beleuchteten Schauhöhle, zu deren Besichtigung man sich allerdings vorher anmelden muss. Durch die Gasseschlucht und das Aubachtal wandert man zurück zum Startpunkt der Wanderung. Die Erdbacher Höhlen wurden übrigens bereits 1926 unter besonderen Schutz gestellt.

Rundwanderung Breitscheider Höhlentour, 14km, ca. 3,5 Stunden Gehzeit

4. Hui! Wäller? Allemol! Westerwaldwanderung am Knoten

Zielpunkt dieses Rundwegs ist der Knoten (605m), die Klimascheide zwischen Hohem und Hessischem Westerwald. Auf dem Knoten hat man dem Westerwalddichter Adolf Weiß ein Denkmal gesetzt. Weiß ersann 1913 den Westerwaldgruß: „Hui! Wäller? Allemol.“ Was der Gruß bedeutet, ergibt sich aus den Zeilen eines kleinen Reims: Das „Hui", das hat mich der Sturmwind gelehrt, wenn wild über unsere Heiden er fährt, und „Wäller" wir doch allemol sind, wir trotzen dem Regen, dem Sturm und dem Wind.

Rundwanderung am Knoten, 16km, ca. 4 Stunden Gehzeit

5. Nachhaltige Wirtschaft? Im Dietzhölztal nichts Neues

Haubergswirtschaft ist eine nachhaltige Form der Holzproduktion und Holz brauchte man früher im Siegerland und im Lahn-Dill-Bergland ziemlich viel, weil man damit das hier abgebaute Eisenerz verhütten konnte. Wir erkunden die für die Region typischen Hauberge auf dieser Hessen-Extratour. Startpunkt ist im Haigerer Stadtteil Weidelbach.

Rundwanderung Haubergstour, 22km, Gehzeit: ca. 6 Stunden

6. Vöhler Weiher, Burg Merenberg und der Quarzrundweg am Gilsahaag

Eine abwechslungsreiche Wanderung bei Heckholzhausen. Der bereits 1938 unter Schutz gestellte Gilsahaag, der kleine Füllbergsee, der Vöhler Weiher und Burg Merenberg liegen am Weg. Für die Einkehr empfiehlt sich das beliebte Landgasthaus Rudolph.

Rundwanderung Vöhler Weiher und Burg Merenberg, 15km, ca. 3,5 Stunden Gehzeit

7. Postkartenstimmung im Lahntal: Zu Besuch in Runkel

Eine sehenswerte Tour in den Steilhängen der Lahn beginnt in Villmar (hier wurde der begehrte Lahn-Marmor abgebaut). Wir wandern u.a. zum Dr.-Otto-Bruchhäuser-Tempel auf der Wehrley, flanieren durch Runkel und wechseln auf der Lahnbrücke die Uferseite. Dann kommt man zum König-Konrad-Denkmal und wieder zurück nach Villmar, wo man auf der Villmarer Marmorbrücke die Lahn erneut quert.

Rundwanderung in den Steilhängen der Lahn, 9km, ca. 2,5 Stunden Gehzeit

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