Frankfurter Elisabethpfad


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 135 km
Gehzeit o. Pause: 1 Tag 7 Stunden 43 Min.
Höchster Punkt: 588 m
Tiefster Punkt: 88 m
Der Frankfurter Elisabethpfad führt von Sachsenhausen nach Marburg

Die Elisabethkirche in Marburg ist seit dem 13. Jahrhundert das Ziel vieler Pilgerwege. Diese Tradition griff 1994 der Oberhessische Gebirgsverein OHGV auf und schilderte einen ersten Elisabethpfad aus. Dieser folgte der historischen Route, die die heilige Elisabeth selbst öfters zurücklegte, um ihre jüngste Tochter zu besuchen, die im Kloster Altenberg bei Wetzlar wirkte.

Diese erste Wegführung baute die Evangelische Kirche Hessen-Nassau (EKHN) in der Folge zum ersten von drei Elisabethpfaden aus und verlängerte die Tour zum Jahrtausendwechsel bis zur Deutschordenskirche in Frankfurt-Sachsenhausen. Seit 2002 betreut ein eigens gegründeter Elisabethpfadverein diesen Elisabethpfad und ergänzte noch zwei weitere Wege: von der Wartburg in Eisenach nach Marburg und den Weg von Marburg über die historische Brüderstraße nach Köln.

Der erste und wichtigste Elisabethpfad aber bleibt die Strecke von Frankfurt nach Marburg, die durch den Taunus und Oberhessen die Elisabethkirche ansteuert. Die Route ist so gewählt, dass sie dem Bedürfnis des Pilgerns gerecht wird: Natur- und Schöpfungserlebnisse zu vermitteln. In anderen Worten spricht man deshalb auch gerne davon, dass Pilgern bedeutet, mit den Füßen zu beten.

Startpunkt des Elisabethpfads ist die Deutschordenskirche im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Von hier geht es nach Oberursel in die Hohe Mark und über das Freilichtmuseum Hessenpark ins Usinger Land. Weiter über die Eschbacher Klippen erreicht der Elisabethpfad das Hüttenberger Land und quert dann die Lahn, um Kloster Altenberg im Hessischen Westerwald anzusteuern.

Durchs Gleiberger Land geht es über den Dünsberg (498m) ins Gladenbacher Bergland und über den Marburger Rücken hinein nach Marburg, die Wiege von Hessen und die Wirkungsstätte der Heiligen Elisabeth von Thüringen.

Auf dieser Seite lässt sich der gesamte Wegeverlauf des Elisabethpfad von Frankfurt nach Marburg kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx) oder Karten-Anwendungen wie GoogleMaps und GoogleEarth (*.kml) herunterladen. Die neun Tagesetappen des Elisabethpfads werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch jeweils die einzelnen Etappen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Frankfurter Elisabethpfad Etappe 1 von Sachsenhausen nach Oberursel (25km)

Wanderatlas-Empfehlung: Deutschordenskirche, Alte Brücke mit dem Brickegickel, Alte Oper, Palmengarten, Ginnheimer Spargel, Grüneburgpark, Volkspark Niddatal: Der Elisabethpfad führt in der Stadtpassage an vielen sehenswerten Punkten von Frankfurt vorbei.


Frankfurter Elisabethpfad Etappe 2 von Oberursel zum Hessenpark (10km)

Wanderatlas-Empfehlung: Vom Naturdenkmal Marmorstein am Taunuskamm genießt man einen schönen Weitblick in den Homburger Vortaunus, die Hohe Mark und die Stadt Frankfurt. Der Zielpunkt Hessenpark ist ein großes Freilichtmuseum mit historischen Gebäuden, die aus ganz Hessen stammen.


Frankfurter Elisabethpfad Etappe 3 vom Hessenpark zu den Eschbacher Klippen (13km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Laurentiuskirche mit ihrem 48m hohen Turm ist das Wahrzeichen von Usingen. Auch die große evangelische Kirche in Eschbach ist sehenswert, bevor am Etappenende die bis zu 12m hohen Eschbacher Klippen zum Klettern einladen.


Frankfurter Elisabethpfad Etappe 4 von den Eschbacher Klippen nach Cleeberg (15km)

Wanderatlas-Empfehlung: Nach einer langen Passage durch den lichten Hochwald kann man am Kuhschwanzweiher oberhalb von Brandoberndorf herrlich die Seele baumeln lassen und inmitten stiller Natur seinen Gedanken folgen.


Frankfurter Elisabethpfad Etappe 5 von Cleeberg zum Kloster Altenberg (21km)

Wanderatlas-Empfehlung: Eine Etappe im Zeichen des Dichterfürsten Goethe: Im Jagdhaus in Volpertshausen tanzte der junge Goethe mit Charlotte Buff, im Wetzlarer Reichskammergericht arbeitete er mit Karl Wilhelm Jerusalem zusammen. Beide bilden die Protagnisten des Welterfolgs „Die Leiden des jungen Werthers“, die sich rund um den Dom zu Wetzlar ereigneten.


Frankfurter Elisabethpfad Etappe 6 vom Kloster Altenberg zum Dünsberg (20km)

Wanderatlas-Empfehlung: Neben dem Kloster Altenberg erinnert auch das Rosenwunder in Haina an den Weg, den die heilige Elisabeth von Marburg aus öfters nahm, um ihre Tochter zu besuchen. Am Endpunkt der Etappe erwartet einen auf dem Dünsberg (498m) ein großartiger Panoramablick über Westerwald, Taunus, Vogelsberg und Lahn-Dill-Bergland.


Frankfurter Elisabethpfad Etappe 7 vom Dünsberg nach Weipoltshausen (9km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Glocke der Dorfkirche in Weipoltshausen trägt das Pilgerabzeichen der heiligen Elisabeth. Im kleinen Heimatmuseum wird in einer Elisabethausstellung Material zum Elisabethpfad gesammelt.


Frankfurter Elisabethpfad Etappe 8 von Weipoltshausen nach Oberweimar (13km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Hufeisenkirche in Altenvers stammt wohl aus dem 8. Jahrhundert. Es kann also gut möglich sein, dass die heilige Elisabeth auf ihren Reisen zum Kloster Altenberg hier auch selbst gebetet hat.


Frankfurter Elisabethpfad Etappe 9 von Oberweimar nach Marburg (10km)

Wanderatlas-Empfehlung: Neben der Elisabethkirche bietet Marburg noch sehr viel mehr Sehenswertes: Vom Landgrafenschloss über den alten botanischen Garten bis zum Marktplatz in der Oberstadt mit dem historischen Rathaus.

IVW