Usinger Land

Die 34km lange Usa ist Namensgeber für die Stadt Usingen und das Umland, zu dem auch die Flächengemeinden Grävenwiesbach und Wehrheim zählen. Die Usa entspringt bei Neu-Anspach, durchfließt Usingen, Ober-Mörlen und Bad Nauheim und mündet dann nördlich von Friedberg in die Wetter.

Das Usinger Land liegt nördlich des Taunushauptkamms und wird vom Solmser Land (nördlich) und dem Feldberg-Gebiet (südlich) eingerahmt. Im Westen schließt sich das Weiltal an, im Osten liegt die Wetterau. Höchste Erhebung im Usinger Land der Steinkopf (518m) in der Nähe von Pfaffenwiesbach. Die nächsten größeren Städte sind Wetzlar, Limburg und das südlich liegende Frankfurt am Main.

Zentraler Ort im Usinger Land ist die Buchfinkenstadt Usingen. Anders als die romantische Herleitung des Buchfinkenlands im Westerwald – die Arbeiter sangen auf ihrem Marsch in Tongruben fröhlich mit den Finken – hat Usingen diesen Beinamen wahrscheinlich der Jagd auf die Singvögel zu verdanken. Mit Leimruten wurden die Piepmätze gefangen und dann verzehrt – ein Zeichen für die frühere Armut in dieser Region.

Südlich von Usingen schließt sich Wehrheim an. Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des knapp 7km langen Wiesbachs, der bei Pfaffenwiesbach entspringt und bei Kransberg in die Usa mündet. Während Usingen die Buchfinkenstadt im Taunus ist, ist Wehrheim als Apfeldorf bekannt. Diesen Namen verdankt Wehrheim den vielen Streuobstwiesen im Wiesbachtal. Die Baumbestände sind teilweise über hundert Jahre alt und tragen immer noch leckere Früchte.

Nördlich von Usingen liegt die Flächengemeinde Grävenwiesbach, die ihre räumliche Lage selbst werbewirksam als zwischen Saalburg und Lahntal gelegen beschreibt. Eingebettet zwischen Weiltal und Usatal hat Grävenwiesbach seinen früheren Status als Ruhrgebiet des Usinger Lands verloren und ist heute ein schöner Ausgangspunkt für einen Wanderausflug in die Region.