Neu-Anspach

Südlich von Usingen am Nordhang des Taunuskamms liegt Neu-Anspach auf einer Höhe von 340m ü. NN. In der Senke rund um Neu-Anspach entspringt nicht nur die Usa, die im weiteren Verlauf das Usinger Land prägt und dann in der Wetterau bei Friedberg in die Wetter mündet. Auch zahlreiche kleine Bäche entspringen in der Gemarkung von Neu-Anspach. Sie hören auf Namen wie Ansbach, Heisterbach, Röderbach oder Häuserbach und münden allesamt in und um Neu-Anspach in die Usa.

Die gute Lage von Neu-Anspach machten sich 1957 auch begeisterte Segelflieger zu Nutze und errichteten hier den Flugplatz Neu-Anspach. Der als Sonderlandeplatz gekennzeichnete Flughafen ist immer am letzten Augustwochenende Schauplatz des Taunus-Flugfestes, das aufgrund zahlreicher Kunstflugvorführungen mit Oldtimer-Flugzeugen und Flugmodellen ein Besuchermagnet ist. Wer selbst mitfliegen möchte kann dies in Form von Rundflügen tun. Auch Tandemsprünge am Fallschirm werden angeboten.

Zu der Zeit, als der Flugplatz vom Luftsportclub Bad Homburg gegründet wurde, gab es Neu-Anspach übrigens noch gar nicht. Die Kommune wurde erst 1970 aus den Orten Anspach, Rod am Berg und Hausen-Arnsbach gegründet. Westerfeld kam 1972 als vierter Stadtteil hinzu und seitdem wird die Kommune auch gerne das Kleeblatt im Taunus genannt. Am 30. Oktober 2007 wurde die Gemeinde dann mit Stadtrechten ausgestattet.

Der kleinste Stadtteil Rod am Berg war seit Beginn des 13. Jahrhunderts kirchliches Zentrum für einige Dörfer des oberen Weiltals. Mit der Reformation wurde Rod am Berg lutherisch und stand damit in natürlicher Konkurrenz zu den Gemeinden des nahen kurmainzischen Gebietes. Die evangelische Kirche Rod am Berg ist heute noch zuständig für die zu Schmitten gehörenden Dörfern Hunoldstal, Dorfweil und Brombach.

Wer Wasser liebt, sollte im Sommer das Waldschwimmbad von Neu-Anspach besuchen. Es liegt sehr idyllisch mitten im Wald des Hochtaunus. Da es sich um ein Freibad handelt, ist es nicht ganzjährig geöffnet. Teilweise ist es auch Veranstaltungsort für Kino-Open-Air-Veranstaltungen. Wer Besitzer einer Dauerkarte ist, darf damit gleichzeitig auch das Schwimmbad in Schmitten besuchen.

Wasserliebhaber die nicht selbst schwimmen wollen, können dem Grünwiesenweiher einen Besuch abstatten. Der Grünwiesenweiher wurde im 18. Jahrhundert künstlich angelegt und nimmt eine Fläche von 1,3ha ein. Seit dem 18. Jahrhundert dient er als Reservoir für die Mühlen an der Usa und Fischgrund. Mittlerweile ist der Grünwiesenweiher als Naturschutzgebiet ausgewiesen, nachdem die frühere Nutzung als Badesee dem Ökosystem sehr geschadet hatte.

Für Familien mit Kindern gibt es den 3km langen Naturerlebnispfad Wildschweinroute in Hausen-Arnsbach an. Auf zwölf unterschiedliche Stationen lernt man gemeinsam mit den Kindern aktiv die Natur zu beobachten. Die begleitenden Schautafeln geben eine Orientierung, was in den verschiedenen Lebensräumen zu erforschen ist.

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