Lahnwanderweg Etappe Burg Gleiberg - Wetzlar


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑361m  ↓431m
Lahnwanderweg Burg Gleiberg Wetzlar

Burg Gleiberg ist der Startpunkt für diese Tageswanderung auf dem Lahnwanderweg, die uns nach Wetzlar führen wird, den Schauplatz von Goethes Sturm-und-Drang-Roman „Die Leiden des jungen Werthers“. Burg Gleiberg wurde im 10. Jahrhundert zur Residenz der Grafschaft Gleiberg ausgebaut und galt als Mittelpunkt des Lands an der Lahn. Im 17. Jahrhundert wurde Burg Gleiberg zerstört und fristet seitdem ein Schicksal als Ruine. Der 31m hohe Bergfried wurde mit einer Aussichtsplattform ausgestattet, von der man einen schönen Rundblick über das Gießener Becken und hinein in den Taunus, die Wetterau und den Vogelsberg genießt.

Von Burg Gleiberg geht es direkt weiter zur nächsten Burg, der benachbarten Burg Vetzberg. Sie wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert errichtet. Heute sind nur noch der 22m hohe Bergfried, die Giebelwand des Palas, Teile der Ringmauern und Reste der Unterburg erhalten. Im Bergfried befinden sich drei mit Kuppelgewölben überdeckte Stockwerke. Der heutige Zugang zum Bergfried wurde 1935 eingebaut. Der Bergfried ist als Aussichtsturm begehbar.

Der Lahnwanderweg leitet weiter an Rodheim-Bieber vorbei hinauf zum Königstuhl (348m) und nimmt dann Kurs auf den Wetzlarer Stadtteil Naunheim. Hier umschlingt die Lahn eine kleine Insel – die Naunheimer Lahninsel. Der Lahnwanderweg führt direkt zur Naunheimer Lahninsel. Durch die Lahnaue geht es weiter nach Garbenheim.

In Garbenheim führt der Lahnwanderweg hinauf zum 1901 erbauten Bismarckturm, der am Standort der Garbenheimer Warte – einem mittelalterlichen Turm der Stadtumwehrung – gebaut wurde. Eine 18stufige Außentreppe führt zum Eingang des Bismarckturms, der mit einem Bismarck-Wappen und einer Inschrift geschmückt ist. Vom Bismarck-Turm, der am Vier-Türme-Wanderweg liegt, bietet sich ein schöner Blick auf Wetzlar und den Wetzlarer Taunus.

Jetzt geht es hinein in die Altstadt von Wetzlar. Über Philosophenweg, Wertherstraße und Kestnerstraße kommt man in die Pfaffengasse. Hier finden sich mit dem Viseum und dem Wetzlarer Lottehaus gleich zwei spannende Museen, die einen kulturellen Abstecher ans Herz legen.

Das Viseum wurde 2007 im historischen Deutschordenshof gegründet und beleuchtet die lange Geschichte von Wetzlar als Standort der optischen Industrie (die Wetzlarer Leitz-Werke waren ehemals ein führender Anbieter von Mikroskopen und Entwickler der Leica-Kameras).

Das Lottehaus wurde im Geburtshaus von Charlotte Buff eingerichtet. Charlotte Buff war nicht nur eine der zahlreichen Musen des Dichterfürsten Johann Wolfgang Goethe, sondern zugleich das Vorbild der Lotte aus den Leiden des jungen Werthers, dem ersten Megaseller im internationalen Literaturbetrieb.

Nach den Museen erreicht der Lahnwanderweg den Domplatz am Dom zu Wetzlar. Der Wetzlarer Dom wird seit 1561 sowohl von der katholischen als auch von der evangelischen Gemeinde genutzt und zählt damit zu den ältesten Simultankirchen in Deutschland. Entstanden ist der Wetzlarer Dom als Nachfolgebau einer 897 geweihten Salvatorkirche. Im 10. Jahrhundert wurde aus dieser Kirche ein Marienstift, der 1180 mit einer spätromanischen Pfeilerbasilika ergänzt wurde. Ab 1230 wurde dann über und um diese beiden alten Kirchen mit dem Bau des eigentlichen Doms begonnen, der bis heute nicht wirklich fertiggestellt ist, dafür aber baugeschichtlich interessant stilistische Elemente aus Romanik, Gotik, Renaissance und Barock in einzigartiger Weise verbindet.

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