Burg Gleiberg

Burg Gleiberg wurde bereits um das Jahr 950 auf dem gleichnamigen Berg, dem Gleiberg (308m) im Gießener Becken, errichtet. Sie besteht aus der Oberburg und der Unterburg. Der etwa 31m hohe Bergfried von Burg Gleiberg stammt aus dem 12. Jahrhundert. Hier gibt es eine Aussichtsplattform, die eine weite Sicht über das Gießener Becken und hinein ins Lahn-Dill-Bergland, den Vogelsberg, den Westerwald und den Taunus ermöglicht. Auch die benachbarte Burg Vetzberg lässt sich von der Aussichtsplattform natürlich sehr gut in Augenschein nehmen.

Auf Burg Gleiberg gibt es ein Burgrestaurant und regelmäßige Konzertveranstaltungen. Außerdem findet zu den Füßen der Burg einmal jährlich das Golden Oldies Festival Gleiberg statt. Am letzten Juliwochenende spielen dann rund fünfzig Bands auf zehn Bühnen Lieder aus den 50er bis 70er Jahren. Außerdem können auf dem Festival viele hundert Oldtimer bestaunt werden.

Zu den Füßen von Burg Gleiberg gruppiert sich der Ort Krofdorf-Gleiberg, Verwaltungssitz der Gemeinde Wettenberg. Das historische Örtchen betritt man durch ein altes steinernes Eingangstor. Unterhalb der Unterburg findet man die 1350 erbaute und 1619 erweiterte evangelische Gleiberger Katharinenkirche.

In Krofdorf-Gleiberg gibt es ein Heimatmuseum, das über 2000 Exponate zur Historie des Ortes zeigt, und das Froaschgass Museum. Das Froaschgass ist ein privat geführtes Museum, sein ungewöhnlicher Name stammt von dem alten Straßennamen der heutigen Rodheimer Straße. Das Museum befindet sich in einem 200 Jahre alten Fachwerkhof, in dem auf drei Etagen Exponate zum Beispiel aus ehemaliger Wohnküche und Backstube gezeigt werden, außerdem sind auch altes Spielzeug und eine Keramiksammlung ausgestellt.

Südlich von Gleiberg liegt ein 9ha großes Naturschutzgebiet, das Holzwäldchen. Hier findet man verschiedenste Vogel-, Amphibien- und Insektenarten, unter anderem viele Mehlschwalben. Entstanden ist das Naturschutzgebiet übrigens beim Autbahnbau: Durch Entnahme von Erde zur Aufschüttung der Autobahn A480 seit dem Jahr 1927 entstand eine Mulde, die sich mit Wasser füllte und verschiedenste Tiere anlockte; 1983 wurde das Gebiet unter Schutz gestellt.