Ehmsenweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 74 km
Gehzeit o. Pause: 20 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑2659m  ↓2590m
Der Ehmsenweg führt von Arnsberg durchs westliche Sauerland nach Olpe an den Biggesee

Wenn ein Verein, der in seinem Gebiet fast 40.000km Wanderwege betreut, einen dieser vielen Wege nach seinem Gründer nennt, dann darf man sicher sein, dass man es hier mit einem besonderen Wanderweg zu tun hat. So verhält es sich auch mit dem Ehmsenweg des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV).

Benannt ist der Ehmsenweg nach Forstrat Ernst Ehmsen (1833-93). Ernst Ehmsen gründete 1891 den Sauerländischen Gebirgsverein. Heute ist der SGV mit weit über 30.000 Mitgliedern der drittgrößte Wanderverein in Deutschland und betreut mit seinen ehrenamtlichen Wanderwegewarten ein umfassendes Wegenetz zwischen Rhein und Diemel, Lippe und Sieg.

Der bereits 1907 erstmals ausgewiesene Ehmsenweg ist als Nord-Süd-Route das Pendant zum Rothaarsteig. Während der Rothaarsteig die Ostflanke des Sauerlands im Hochsauerland und Siegerland erschließt, verläuft der Ehmsenweg im westlichen Teil des Sauerlands. Der Ehmsenweg verbindet dabei mehrere spannende Naturräume: Vom Ruhrtal im Arnsberger Wald durch die Sunderner Wälder und über die Homert hinein ins Hochsauerland und an den südlichen Rand des Lenneberglands und dann schließlich ins Ebbegebirge und weiter bis zum Ziel am Biggesee, dem zweitgrößten Stausee in Nordrhein-Westfalen.

Startpunkt des Ehmsenwegs ist der Glockenturm am alten Markt in Arnsberg. Am klassizistischen Neumarkt und der Propsteikirche vorbei geht es in den Wald oberhalb der Ruhrschleife, wo der Sauerländische Gebirgsverein 1897 ein Denkmal zu Ehren ihres Gründers errichtete. Von diesem auch Flüsterhäuschen genannten Ehmsendenkmal hat man eine prächtige Sicht auf Arnsberg.

Durch den Arnsberger Stadtwald führt der Ehmsenweg in die Sunderner Wälder des Naturparks Homert. Das alte Kapuziner-Kloster Brunnen ist ein beliebter Stationspunkt für Wanderer auf dem Ehmsenweg. Weiter geht es in das Frettertal und dann am Westrand der Saalhauser Berge entlang bis nach Elspe, dem weithin bekannten Festspielort, der sich dem Werk von Karl May verschrieben hat.

Jetzt erreicht der Ehmsenweg die Lenne, den längsten Fluss im Sauerland, der über 129km die Landschaft prägt. Am linken Lenneufer erhebt sich hinter Meggen das Bilsteiner Bergland, durch das der Ehmsenweg den Aussichtsturm auf der Hohe Bracht (588m) ansteuert. Bis kurz vor die Rahrbacher Höhe führt der Ehmsenweg südwärts, dann knickt er für das Schlussstück westlich ab und endet am Biggesee in Olpe, dem Zentrum des Panneklöpper Lands.

Auf dieser Seite lässt sich der gesamte Wegeverlauf des Ehmsenwegs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx) oder Karten-Anwendungen wie GoogleMaps und GoogleEarth (*.kml) herunterladen. Die fünf Tagesetappen des Ehmsenwegs werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch jeweils die einzelnen Etappen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Ehmsenweg Etappe 1 von Arnsberg nach Sundern (13km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Startetappe führt durch die sehenswerte Altstadt von Arnsberg mit dem mittelalterlichen Glockenturm, der Propsteikirche und der Auferstehungskirche. Vom Ehmsendenkmal am Eichholz – dem Flüsterhäuschen – genießt man einen schönen Blick auf die größte Stadt im Hochsauerland-Kreis.


Ehmsenweg Etappe 2 von Sundern zum Kloster Brunnen (14km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Wallfahrtskirche St. Antonius von Padua am früheren Kloster Brunnen ist prächtig im Stile des Barock ausgestattet. Ebenfalls sehenswert ist das kleine Heimat- und Jagdmuseum Alte Schmitte in Endorf.


Ehmsenweg Etappe 3 vom Kloster Brunnen nach Fretter 12km)

Wanderatlas-Empfehlung: Auf halber Strecke kommt man zur Siedlung Faulebutter, die aus zwei Höfen besteht, von denen einer als Gasthaus betrieben wird. Ein Wildgehege sowie die in der Nähe befindliche Quelle der Salwey legen eine Rast nahe.


Ehmsenweg Etappe 4 von Fretter zur Hohen Bracht (20km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Pfarrkirche in Elspe mit dem Mirakelkreuz und der Freilichtbühne der Karl-May-Festspiele bieten sich für einen Aufenthalt an. Auf dem Weg von Elspe nach Meggen liegen die Wallanlagen auf dem Weilenscheid (476m). Der Wallburgturm sorgt für guten Überblick über Ebbegebirge, Lennebergland und Hochsauerland.


Ehmsenweg Etappe 5 von der Hohen Bracht nach Olpe (18km)

Wanderatlas-Empfehlung: Eine schöne Berg- und Taltour: Vom Aussichtsturm auf der Hohen Bracht (588m) bis hinunter zum Biggesee passiert der Ehmsenweg einige Höhenmeter. In Olpe sollte man sich die prächtige Pfarrkirche St. Martinus anschauen und dann die gelungene Tour bei einem Sonnenuntergang am Biggesee beenden.


Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) bietet Ihnen in der Zeit von Mai bis Oktober geführte Wandertouren auf dem Ehmsenweg (X8) an. Sie haben die Möglichkeit abschnittsweise oder für die gesamte Wegstrecke nach Verfügbarkeit einen erfahrenen Wanderführer über die Telefonnummer (02931) 52 48-13 zu buchen. Gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot.

Ehmsenweg (X8) Hotline (02931) 52 48-13. Für schriftliche Anfragen zum Ehmsenweg schicken Sie uns eine Email.

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