Bilsteiner Bergland

Zwischen der Rahrbacher Höhe im Übergang von Siegerland zu Ebbegebirge und der Mündung der Olpe in die Lenne bei Grevenbrück erstreckt sich das Bilsteiner Bergland. Namensgeber dieser Mittelgebirgslandschaft am Westrand des Ebbegebirges ist die Burg Bilstein, von der lange Zeit aus der Verwaltungsbezirk Amt Bilstein geführt wurde.

Das Bilsteiner Bergland wird relativ klar durch Fließgewässer abgegrenzt: Die Veischede trennt das Bilsteiner Bergland von der Attendorner Mulde im Westen. Der Rahrbach, der im späteren Verlauf Olpe heißt, grenzt die Bilsteiner Berge gegenüber den Rothaarvorhöhen ab und im Norden teilt die Lenne die Bilsteiner von den Saalhauser Bergen.

Das historische Amt Bilstein ging 1969 im Zuge der Gebietsreform in der neu geschaffenen Stadt Lennestadt auf. Verwaltungssitz von Lennestadt ist Altenhundem an der Mündung der Hundem in die Lenne.

Lennestadt - der Schatz im Sauerland. So nennt sich die bevölkerungsreichste Gemeinde im Kreis Olpe. Dieser Beiname ist doppeldeutig. Zum einen möchte man natürlich darauf hinweisen, in welch reizvoller Umgebung Lennestadt liegt und wie attraktiv die Angebote für Touristen und Ausflügler in den einzelnen Ortsteilen sind. Zum anderen ist es eine Wortspielerei mit Karl Mays weltbekanntem Titel „Der Schatz im Silbersee“. Denn in Elspe, einem Stadtteil Lennestadts, der in den Saalhauser Bergen liegt, befindet sich die überregional bekannte Freilichtbühne, die jedes Jahr die Wildwestklassiker des Autors mit viel Action in Szene setzt.

Die Landschaft der Bilsteiner Berge entspricht dem typischen Bild, das man von einem Mittelgebirge hat: bewaldete Höhen, die Flusstäler besiedelt, und viele, viele Wanderwege. Lediglich nach Nordwesten hin im Bereich um Grevenbrück ist der Charakter der einer Hochmulde mit eher geringem Waldanteil, die nur vom Lennetal durchschnitten wird.

Dass die Bevölkerung überwiegend katholisch ist, erschließt sich auf den ersten Blick. Kaum ein Ort hat hier keine eigene Kapelle oder Kirche. Viele von ihnen entstanden grob gesprochen um das das Jahr 1900 herum, weswegen sie sich oftmals in Baustil und Ausstattung relativ ähnlich sind. Während in früheren Zeiten der Bergbau und die Landwirtschaft wichtige Einnahmequellen der Bevölkerung darstellten, ist es heute oft der Tourismus. Und das ist nicht verwunderlich, die Dichte an gekennzeichneten Wanderwegen ist beispielhaft.