Altenhundem

Altenhundem ist Verwaltungssitz von Lennestadt, der bevölkerungsreichsten Gemeinde im Kreis Olpe. Altenhundem liegt an der Einmündung der Hundem in die Lenne und damit auch an der Schnittstelle von Ebbegebirge und dem Hochsauerländer Rothaargebirge. Im Süden sind Kahlenberg (424m) und Töte (543m) die markantesten Gipfel, im Westen trennen Askey (532m), Rüberg (496m) und die Hohe Bracht (588m) Altenhundem vom benachbarten Bilstein.

Altenhundem hat durch die Benennung zum Verwaltungssitz der 1969 gebildeten Stadt Lennestadt sein ursprünglich dörfliches Bild verloren und wirkt heute auf den flüchtigen Besucher recht unspektakulär. Viele der historischen Fachwerkhäuser mussten in den 1970er Jahren weichen. Zu den wenigen erhaltenen Gebäuden gehören Müllers Mühle aus dem Jahr 1721 und die Alte Schmiede.

Über die vielen Funktionsbauten erhebt sich mächtig die katholische Kirche St. Agatha. Die 1901 geweihte Kirche verfügt über drei Schiffe und einen markanten, schlanken Turm. Der Bau ist dem Stil der Neugotik zuzurechnen. Besondere Details sind vor allem die beiden Reliquien der heiligen Zwillingsbrüder Cosmas und Damian, die im Altar aufbewahrt werden. Sie werden für die medizinische Hilfe verehrt, die sie Kranken und Bedürftigen haben angedeihen lassen, und man sagt ihnen nach, für ihre Zeit ausgesprochen fähige Ärzte gewesen zu sein.

33 Jahre älter ist die evangelische Kirche, die bereits 1868 geweiht wurde. Sie liegt am nördlichen Ortsausgang Altenhundems. Von ihrer erhöhten Position am Berghang überschaut sie das Lennetal. Sie ist einer von ganz wenigen Sakralbauten im Bereich Lennestadts im neuromanischen Stil. Die heute denkmalgeschützte Kirche wurde Ende der 1960er Jahre gründlich renoviert.

Das Herz von Lennestadt pocht am dritten Wochenende im August immer besonders laut. Da steigt das Stadtfest Lennestadt in Altenhundem. Drei Tage mit viel Musik, mehr Essen und noch mehr Getränken locken zahlreiche Besucher in die Stadt im Lennetal.