Panneklöpper Land


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Das Panneklöpper Land verdankt seinen Namen einer alten Handwerkstradition in Olpe, dem zentralen Ort der Region. Mitte des 16. Jahrhunderts entstand hier die Zunft der Kessel- und Pfannenschmiede. Sie trugen im hiesigen Dialekt den Namen Olper Panneklöpper, auf Hochdeutsch Pfannenklopfer. Bis in das 19. Jahrhundert hinein sorgte die florierende Herstellung von Pfannen und Töpfen aus dem in der Region geförderten Eisen für ansehnlichen Wohlstand. Seit 1982 erinnert ein Denkmal auf dem Olper Marktplatz an die alte Tradition. Heute gibt es leider keine echten Panneklöpper mehr. Der letzte, Robert Heer, starb 2008 mit fast 81 Jahren.

Die Landschaft im Panneklöpper Land ist eine typische Mittelgebirgslandschaft mit größtenteils bewaldeten Bergkuppen, die im Schnitt um 400-500m ü. NN liegen. Durchzogen werden die Berge von breiten Tälern mit zahlreichen Bachläufen, die letztendlich fast alle in die Bigge und damit in den Biggesee entwässern.

Der Biggesee ist Nordrhein-Westfalens zweitgrößter Stausee. Sein südlicher Ausläufer reicht bis ins Olper Stadtgebiet hinein und ist das Ausflugsziel schlechthin in der Region. Doch auch abseits des Sees gibt es einiges zu entdecken.

Was insbesondere auffällt, sind die zahllosen großen und kleinen Kapellen, die es in jedem Ort und teils auch einsam im Wald gibt. Deutlich erkennbar ist hier, dass die Region zum katholischen Sauerland gehört, ganz anders als das direkt angrenzende, evangelisch geprägte Siegerland.

Das Panneklöpper Land bildet den Südrand des sauerländischen Ebbegebirges und entspricht im Kern dem Stadtgebiet von Olpe plus der sich südlich anschließenden Gemeinde Wenden. Östlich wird das Panneklöpper Land durch einen Bergkamm vom Siegerland getrennt. Im Westen schließt sich das Dräulzer Land rund um Drolshagen an.

Ein letztes Wort sei der Kulinarik gewidmet: In Olpe gibt es zwei lokale Spezialitäten, von denen wenigstens die eine nicht dem üblichen Hausmannskostverständnis entspricht. Beide Gerichte werden traditionell zum Olper Schützenfest gereicht. Das Olper Beff ist eine Art Frikadelle, in der auch Kartoffeln verarbeitet werden, und die mit brauner Soße (Ochsenschwanzsuppe) warm zusammen mit einem Brötchen gereicht wird. Offiziell getestet wird dessen Qualität am Freitag vor dem Schützenfest bei der Bier- und Beff-Probe. Außerdem wird in einigen Metzgereien der Stadt Olper Spürne angeboten: ein Aufschnitt aus gepökeltem Kuheuter. Auch der ist verträglich, spätestens wenn man im Vorfeld einige Korn der Olper Brennerei Kemper intus hat.


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