Ehmsenweg Etappe 2 Sundern - Kloster Brunnen


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑749m  ↓583m
Von Sundern zum Kloster Brunnen führt die zweite Etappe auf dem Ehmsenweg

Sundern liegt an der Einmündung der Linnepe in die Röhr. Hier startet der Ehmsenweg zu seiner zweiten Etappe, die ihn zum ehemaligen Kapuzinerkloster Brunnen führt, das im oberen Röhrtal liegt. In Sundern selbst lohnt ein Blick in das Stadtmuseum Alte Kornbrennerei. Die Alte Kornbrennerei zählt zu den ältesten Häusern in Sundern. Eine urkundliche Erwähnung ist bereits für das 1632 dokumentiert.

Von der Kernstadt führt der Ehmsenweg am Südhang des Hohen Hagen (356m) vorbei zum kleinen Dörfchen Selschede, das früher zum Kirchspiel Hellefeld gehörte. So wie das Volk Israel aus zwölf Stämmen bestand, gehörten zum Kirchspiel Hellefeld zwölf Orte. Deshalb wird diese Region südöstlich von der Kernstadt Sundern bis heute noch das Alte Testament des Sauerlands genannt.

Bei Sundern-Recklinghausen erreicht der Ehmsenweg das Tal der Röhr. Auf ihrem Weg von Sundern nach Arnsberg bewältigt die Röhr einen stolzen Höhenunterschied von 436m. Der Ehmsenweg folgt dem Lauf der Röhr bis nach Endorf. Zuvor kommt man am Ortsteil Endorfer Mühle vorbei, wo über den 7km langen Settmecke-Stollen Wasser für den Sorpesee abgeleitet werden kann. Hier in Endorfer Mühle mündet der Waldbach in die Röhr und der Ehmsenweg folgt jetzt dem kleinen Tal weiter südwärts.

In Endorf ist nicht nur die 1898 aus Bruchsteinen erbaute St. Sebastian Kirche sehenswert. Auch das das Heimat- und Jagdmuseum Alte Schmitte bietet sich für eine kulturelle Pause an. Die Alte Schmitte Endorf ist ein ehemaliges Fabrikgebäude, in dem Besucher ein Einblick in die Welt des sauerländischen Bergbaus geboten wird. Auch ein kleines Besucherbergwerk und der wissenschaftliche Nachlass der aus Endorf stammenden Volkskundlerin Dr. Maria Rörig finden sich hier. An die Zeit des Bergbaus erinnert auch der alte Spieker, ein Speichergebäude, das von der Bergbaugesellschaft genutzt wurde.

Der Ehmsenweg folgt weiter dem Waldbachtal bis zum Wanderparkplatz Mühlscheider Bach und führt dann ostwärts zwischen Fehrenberg (507m) und Bornberg (501m) hindurch wieder zurück ins Röhrtal.

Am Endpunkt der Etappe erreicht der Ehmsenweg dann das frühere Kloster Brunnen. Hier am Oberlauf der Röhr ließen sich 1722 Kapuziner-Mönche aus Werl nieder und errichteten 1729-35 ein Kloster in der Waldeinsamkeit des Homert. Zu den Klostergebäuden gehörte auch ein Badehaus, das damit die erste Einrichtung dieser Art im Sauerland war. 1804 wurde Kloster Brunnen säkularisiert. Seit 1975 dient das frühere Kloster als Diözesan- und Bildungszentrum der Katholischen Jungen Gemeinde.

Noch heute pilgern viele Gläubige zur früheren Klosterkirche, der heutigen Wallfahrtskirche St. Antonius von Padua. Sie wurde 1742-48 erbaut und durch Unterstützung des Kölner Erzbischofs Kurfürst Clements August prächtig im Stile des Barock eingerichtet. Besonders sehenswert sind der Hochaltar von Johann Conrad Schlaun und der 1759 entstandene eindrucksvolle Kreuzweg. Die Orgel der Wallfahrtskirche wurde 1801 vom Orgelbauer Johann Georg Fromme eingebaut.

Ehmsenweg-Etappen


Ehmsenweg Etappe 1Ehmsenweg Etappe 2Ehmsenweg Etappe 3Ehmsenweg Etappe 4Ehmsenweg Etappe 5


Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) bietet Ihnen in der Zeit von Mai bis Oktober geführte Wandertouren auf dem Ehmsenweg (X8) an. Sie haben die Möglichkeit abschnittsweise oder für die gesamte Wegstrecke nach Verfügbarkeit einen erfahrenen Wanderführer über die Telefonnummer (02931) 52 48-13 zu buchen. Gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot.

Ehmsenweg (X8) Hotline (02931) 52 48-13. Für schriftliche Anfragen zum Ehmsenweg schicken Sie uns eine Email.

Vgwort