Sorpesee

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Die Grenze zwischen den Sunderner Wäldern im Hochsauerland und dem Hönnetal im westlich gelegenen Lennebergland bildet der Sorpesee. Mit seinen 70 Millionen Kubikmetern Gesamtstauraum und 330ha Fläche gehört er zu den größten Stauseen des Sauerlands, nur Biggesee und Möhnesee sind größer. 1926 begann man mit dem Bau der 700m langen Staumauer, bis 1935 dauerten die Arbeiten an der Anlage, die die 19km Sorpe aufstaut, die nach Verlassen der Talsperre in Hachen der Röhr zufließt.

Der Sorpesee war wie andere Stauseen auch während des Zweiten Weltkrieges ein Ziel für die Alliierten Bomber-Angriffe. Zum Glück für die Anwohner gelang es diesen allerdings nicht, die Staumauer zu zerstören. Trotzdem sorgte eine dieser Bomben für angespannte Nerven. Als man für Reparaturarbeiten im Jahr 1958 das Wasser abließ, fand man einen fünf Tonnen schweren Blindgänger. Ganz Langscheid – der Ort an der Staumauer des Sorpesees – wurde evakuiert, als die Bombe entschärft wurde.

Die Sorpe ist kein sehr großer Fluss - um den See aus eigener Kraft zu füllen, braucht sie eigentlich mehr als drei Jahre. Überjahresspeicher nennt man solche Seen, die länger als ein Jahr zur Befüllung brauchen. Damit es nicht ganz so lange dauert, vergrößerte man das Einzugsgebiet über Leitungssysteme auf etwa die doppelte Fläche.

Heute bietet der Sorpesee seinen Besuchern alles, was man sich am Wasser wünscht. Wassersportmöglichkeiten wie Rudern, Segeln oder Tauchen sind ebenso vorhanden wie Beachvolleyballfelder oder ergiebige Angelstellen. Mit der MS Sorpesee kann man sich gemütlich über den See schippern lassen, oder ihn auf Schusters Rappen umrunden. Eine ganze Reihe an ausgewiesenen Wanderwegen gibt es an den Hängen rund um den See, und auch einen asphaltieren Rundweg direkt am Ufer entlang gibt es.

Neben der Nutzung als Naherholungsgebiet wird der Sorpesee auch über ein Pumpspeicherkraftwerk zur Energiegewinnung genutzt, zur Regulierung des Wasserstands der Ruhr und zur Trinkwassergewinnung.

Und auch die Natur kommt dabei nicht zu kurz. In Langscheid findet man die Ökologische Station Sorpesee mit ihrem vielfältigen Informationsangebot. Seit 2001 existiert die Station, die der Jugendherberge angeschlossen wurde, und ermöglicht vor allem Schülergruppen echte biologische Forschung, komplett mit Forschungs-Ruderbooten, Experimenten und Informationen rund ums Wasser. Ein Tipp: Wer den See in aller Ruhe genießen möchte, sollte sich an das östliche Ufer halten - hier herrscht deutlich weniger Trubel als am belebten Westufer.

Ein zweiter Geheimtipp ist das Krieger-Ehrenmal in Langscheid. Man findet das aus Stein gemauerte, 19m hohe Denkmal Auf der Höhe (360m), wo es 1930 eingeweiht wurde. Es entstand nach Plänen von Architekt Verfuß aus Hüsten. Im Erdgeschoss des Turmes befindet sich die die Ehrenhalle mit Gedenktafeln, aber zugleich dient der Turm auch als Aussichtsturm. Er wurde vor gar nicht allzu langer Zeit renoviert und bietet dem Besucher einen herrlichen Ausblick über den Sorpesee, das Röhr- und das Sorpetal sowie die Berge des Sauerlands.