Kloster Brunnen

Wer von Endorf aus der jungen Röhr flussaufwärts folgt, hat eine schöne Wanderung vor sich. Am Fuß von Lichteloh (519m), Bornberg (501m), Sahlenberg (539m) und Krahenberg (510m) entlang geht es hinauf Richtung Homertgebirge. Und kurz vor der Quelle der Röhr erreicht man Kloster Brunnen.

Inmitten der bewaldeten Berghänge entspringt hier eine Quelle, der man schon früh große Heilkraft nachsagte. Auf Karten des 18. Jahrhunderts beispielsweise ist eine fons medicinalis verzeichnet, eine heilkräftige Quelle. Immerhin soll sie der Sage nach einem fast blinden Hirten das Augenlicht wiedergeschenkt haben. Die Quelle war der Grund dafür, dass an dieser Stelle das älteste Badehaus des Sauerlands entstand.

Zwei Einsiedler betreuten seit 1705 die Pilger. Aus dieser Einsiedelei wurde 1720 ein kleines Kapuzinerkloster, das Kapuzinermönche aus Werl aufbauten. 1742-44 entstand die Wallfahrtskirche St. Antonius von Padua, eine Saalkirche mit rechteckigem Chor und barocker Ausstattung. Sehenswert ist die Orgel aus dem Jahr 1801, die mit ihren zehn Registern aus der Werkstatt des Soester Orgelbauers Fromme stammt.

Von hohem Wert auch ist das Altarbild, ein Gemälde von der Taufe Christi im Jordan aus der Rubensschule. Seit dem Jahr 1834 ist Kloster Brunnen zwar kein Kloster mehr, wurde aber zwischenzeitlich als Zwergschule und seit 1975 als Bildungsstätte des Diözesanverbands Paderborn genutzt.