Robert-Kolb-Weg (X 6)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 196 km
Gehzeit o. Pause: 2 Tage 1 Stunde 43 Min.
Höchster Punkt: 842 m
Tiefster Punkt: 121 m
Der Robert-Kolb-Weg ist der Hauptwanderweg 6 des Sauerländischen Gebirgsvereins SGV

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Startpunkt Hagen, das Tor zum Sauerland. Das Ziel der Reise: Bad Wildungen, das Staatsbad im Waldecker Land. Dazwischen: 190km Sauerland vom Feinsten. Das ist die Kurzcharakteristik für den Hauptwanderweg 6 im Sauerland, dessen Namenspate Robert Kolb ist.

Robert Kolb war Anfang des 20. Jahrhunderts Hauptwegewart des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) und entwickelte in dieser Funktion 1905 das Hauptwegenetz für das Sauerland und die einheitliche Markierung der Wege. Seine Idee war unter anderem die Nutzung des Andreaskreuz als Zeichen für die überregionalen Hauptwege. Diese Idee übernahmen später viele Wandervereine in ganz Europa.

Der Robert-Kolb-Weg beginnt am Denkmal für Kaiser Friedrich III. im Hagener Stadtteil Eilpe (Eilper Straße, Ecke Selbecker Straße). Von hier geht es oberhalb des Volmetals nach Süden hinein ins Ebbegebirge. Über Schalksmühle und Brügge erreicht der X6 Haus Rhade. Hier verlässt der Robert-Kolb-Weg das Volmetal und führt durch die Lüdenscheider Mulde zur Versetalsperre.

Der SGV-Hauptweg 6 folgt der Verse, passiert die kleine Fürwiggetalsperre und führt dann hinauf auf den Ebbekamm. Auf der Nordhelle (663m) ist der höchste Punkt des Ebbegebirges erreicht und der Robert-Kolb-Weg-Wanderer kann sich auf einen echten Höhepunkt freuen: den Robert-Kolb-Turm. Der Aussichtsturm wurde 1913 in Gedenken des bereits im Alter von 42 Jahren verstorbenen SGV-Hauptwegewarts errichtet. Nach längerer Sanierung wurde der Robert-Kolb-Turm 2011 wieder eröffnet und bietet bei gutem Wetter einen Blick, der bis ins Siebengebirge am Rhein, das Hochsauerland im Rothaargebirge und das Münsterland nördlich der Ruhr reicht.

Von der Nordhelle geht es auf dem dem Ebbekamm nach Attendorn, dann weiter durchs Repetal ins Bilsteiner Bergland und über die Hohe Bracht (588m) ins Lennetal. Auf der anderen Uferseite steigt der Robert-Kolb-Weg dann die Rothaarvorhöhen hinauf, erreicht den Rothaarkamm und jetzt heißt es: Kahler Asten, 842m ü. NN, perfekter Blick vom Dach Nordrhein-Westfalens über das Hochsauerland zwischen Schmallenberg und Winterberg.

Nach dem Abstieg vom Rothaarkamm geht’s durch die Medebacher Bucht hinein ins hessische Ederbergland. Dem Orketal folgend überquert der Robert-Kolb-Weg bei Ederbringhausen die Eder und erreicht den seit 2011 als UNESCO-Weltnaturerbe geschützten Kellerwald. Durch das Naturparkgebiet Kellerwald-Edersee führt der X6 schließlich bis zum Ziel nach Bad Wildungen. Hier kann man nach getaner Wanderung im größten Kurpark Europas relaxen oder sich bei Schepperlingen (Kartoffelpfannkuchen) mit Speck und Zwiebeln sowie einem heißen Kaffee (oder alternativ einem kühlen Bierchen) stärken.

2017 hat der Sauerländische Gebirgsverein den Robert-Kolb-Weg eingekürzt und betreut ihn nur noch bis Burg Hessenstein. Die Markierungszeichen wurden nicht entfernt, werden aber nun auf diesem Schlussabschnitt nicht mehr gewartet. Daher ist hier auf jeden Fall geraten, ein GPS-Geräte mit den aktuellen Wegdaten mitzuführen.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Robert-Kolb-Wegs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx) oder Karten-Anwendungen wie GoogleMaps und GoogleEarth (*.kml). Die zehn Tagesetappen auf dem Robert-Kolb-Weg des SGV werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Etappen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Robert-Kolb-Weg Etappe 1 von Hagen nach Schalksmühle (19km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die Lange Riege, ein Ensemble aus Fachwerkhäuser entlang des Selbecker Bachs, am Start in Eilpe gilt als älteste Arbeitersiedlung Westfalens. Später passiert der Robert-Kolb-Weg in Hagen-Priorei die Priorlinde, mit einem Alter von über tausend Jahren ein ganz besonderes Naturdenkmal.


Robert-Kolb-Weg Etappe 2 von Schalksmühle nach Haus Rhade (12km)

Wanderatlas-Empfehlung: An der Wanderstrecke liegt bei Schalksmühle das Bauernhaus Wippekühl, einem bekannten Kulturdenkmal, das um 1600 errichtet wurde und heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Das Gebäude ist typisch für das Märkische Haus und als sogenanntes Einhaus zu bezeichnen, weil hier das bäuerliche Leben und Wirtschaften in ein und demselben Haus stattfanden.


Robert-Kolb-Weg Etappe 3 von Haus Rhade zur Nordhelle (21km)

Wanderatlas-Empfehlung: Gleich zwei Talsperren liegen am Weg und mit der Versetalsperre auch der größte Stausee im Märkischen Kreis. An der kleineren Fürwiggetalsperre vorbei führt der X6 hinauf auf den Ebbekamm und zum höchsten Punkt des Ebbegebirges, der Nordhelle (663m) mit dem Robert-Kolb-Turm.


Robert-Kolb-Weg Etappe 4 von der Nordhelle nach Attendorn (14km)

Wanderatlas-Empfehlung: Natur pur und ein Stück der geschützten Ebbemoore stehen auf dieser Etappe durch das Hohe Ebbe an. Am Ziel in Attendorn verdient das Südsauerlandmuseum im historischen Rathaus und der Sauerländer Dom – die mächtige Pfarrkirche St. Johannes Baptist – die Aufmerksamkeit des Wanderers.


Robert-Kolb-Weg Etappe 5 von Attendorn zur Hohen Bracht (15km)

Wanderatlas-Empfehlung: Burg Schnellenberg liegt oberhalb von Attendorn und ist die größte erhaltene Burganlage im südlichen Westfalen. Später geht es hinein ins Repetal, das die Attendorner Mulde vom Bilsteiner Bergland trennt. In Helden lohnt ein Besuch der romanischen Pfarrkirche St. Hippolytus.


Robert-Kolb-Weg Etappe 6 von der Hohen Bracht nach Jagdhaus (25km)

Wanderatlas-Empfehlung: Es geht auf dieser Etappe über die Rothaarvorhöhen auf den Rothaarkamm. Viel Wald, viel Steigung, viel Wanderspaß stehen auf dem Programm. Am Heiligen Born kann man sich mit Wunderwasser gegen Augenleiden versorgen, um alle die schönen Eindrücke zum Einstieg ins Hochsauerland richtig wahrzunehmen.


Robert-Kolb-Weg Etappe 7 von Jagdhaus zum Kahlen Asten (21km)

Wanderatlas-Empfehlung: Am Ziel, der Kuppe des Kahlen Asten (842m), wartet der herrliche 360-Grad-Blick vom Dach Nordrhein-Westfalens, der bei guter Sicht bis in den Taunus, die Rhön und den Harz reicht und selbst bei nicht ganz so guten Wetterverhältnissen ein unvergessliches Panorama des Sauerlands bietet.


Robert-Kolb-Weg Etappe 8 vom Kahlen Asten nach Münden (27km)

Wanderatlas-Empfehlung: Diese Etappe führt den Wanderer durch die Toskana des Sauerlands, die Medebacher Bucht. Durch eines der größten Vogelschutzgebiete Europas geht es u.a. in die Täler von Nuhne und Orke, zwei großen Zuflüssen der Eder. Am Wegesrand liegt der Aussichtsturm auf dem Bollerberg (758m).


Robert-Kolb-Weg Etappe 9 von Münden nach Altenlotheim (18km)

Wanderatlas-Empfehlung: Die vorletzte X6-Etappe führt zu Burg Lichtenfels, die hoch über dem Orketal ruht. Dann wird die Eder überquert und der Naturpark Kellerwald-Edersee erreicht. Hier passiert der Wanderweg Burg Hessenstein. Ab 1328 erbaut, wurde sie 1922 zur ersten Jugendherberge in Hessen umgewidmet. Seit 2008 betreibt der Naturschutzbund hier eine Jugendburg mit Tagungszentrum.


Robert-Kolb-Weg Etappe 10 von Altenlotheim nach Bad Wildungen (23km)

Wanderatlas-Empfehlung: Deutschland einziger Nationalpark mit mehr als 75% Wildnisanteil und dazu UNESCO-Weltnaturerbe: Willkommen im Kellerwald am Edersee. Im Nationalpark passiert der X6 die Quernstkapelle auf historischem Grund. Am Hutewald Halloh vorbei geht es durch den größten Kurpark Europas ins Zentrum von Bad Wildungen.

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