Repetal

Das Tal der Repe verläuft parallel zum Biggetal in nordöstlicher Richtung hin zur Lenne. Vom Biggetal getrennt ist es durch mehrere Berggipfel, angefangen mit der Reper Höhe (473m) über den Sonnenberg (458m) hin zum Dumberg (407m).

Die Repe ist 11,4 km lang und entspringt bei Rieflinghausen, einem Stadtteil von Attendorn und mündet kurz hinter Grevenbrück in die Lenne. Unterwegs nimmt sie das Wasser von neun weiteren kleinen Bächen auf. Das Tal hat einen recht offenen Charakter, von weiten Wiesen und Feldern geprägt, nur die Bergkuppen und -kämme sind bewaldet.

Nicht nur die Natur ist hier sehenswert und lädt zu einem Besuch ein, auch ansonsten gibt es Einiges zu entdecken. Den Anfang macht ganz oben im Repetal das Hubertusgatter. Das Wildgehege liegt an der Repetalstraße, die von der Ortschaft Repe nach Berlinghausen führt. Es beherbergt ein Rudel Damwild.

Folgt man dem Verlauf der Repe talabwärts, erreicht man rasch die Ortschaft Helden. Sie hatte vor Jahrhunderten sogar eine Burg vorzuweisen, genau genommen die Wallburg Jäckelchen. Um sie zu besuchen, muss man von Helden aus nach Süden wandern, ein Stück weit aus dem eigentlichen Repetal hinaus. Sie befindet sich nämlich auf dem Bergkamm in der Nähe des Quinhagen (515m), der das Repetal vom Veischedetal trennt. Die Wallanlage stammt vermutlich aus karolingischer oder ottonischer Zeit. Ganz genau kann das heute nicht mehr bestimmt werden. Heute sind davon noch Wall und Graben zu sehen.

Zurück im Repetal im Ort Helden lohnt es sich, der Pfarrkirche St. Hippolytus einen Besuch abzustatten. Sie stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Besondere Merkmale sind die kleine Krypta, die vermutlich aus der gleichen Zeit stammt wie die Kirche, und die massigen quadratischen Pfeiler, auf denen die Kreuzgewölbe ruhen. Ausgestattet ist sie ganz nach Art der typischen südwestfälischen Hallenkirche. Die Apsiswand zieren die zwölf Apostel, die Figuren sind der Gotik zuzurechnen. Besonders auffällig ist allerdings der farbenprächtige Kanzelkorb aus der Werkstatt des Attendorner Bildhauers Sasse.

Bei Borghausen liegt heute der Kletterpark Repetal, einer der größten deutschen Hoch-und Waldseilgärten mit fast 1,7km Klettersteig auf vier Ebenen. Die Anlage wird regelmäßig durch den TÜV geprüft und entspricht den internationalen ERCA-Standards.