Natursteig Sieg Etappe 1 Siegburg - Hennef


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 18 Min.
Höhenmeter ca. ↑232m  ↓188m
Natursteig Sieg Fernwanderweg Siegtal

Der Natursteig Sieg beginnt offiziell in Wolsdorf, einem Stadtteil von Siegburg, der sich östlich an das Zentrum anschließt. Hoch über Siegburg wacht die Abtei Michaelsberg auf dem gleichnamigen Vulkankegel, der das Zentrum der Kreisstadt etwa 40m überragt.

Die kleineren Brüder des Michaelsbergs (118m) sind die Wolsberge in Wolsdorf. Von hier startet der Natursteig Sieg durch das Naturschutzgebiet Siegtalarme, das zwischen den Wolsbergen und der Autobahnbrücke der A 3 liegt.

Das Stadtgebiet verlassend erreicht der Natursteig Sieg als erstes Zwischenziel das Haus zur Mühlen, ein mit Türmen ausgestattete Mühlenanwesen aus Tuffstein, welches erstmals 1312 im Besitz der Abtei Michaelsberg erwähnt wurde. Seit 1930 ist das Haus zur Mühlen im Besitz der Kölner Alexianer, einer katholischen Ordensgemeinschaft für Laienbrüder in der Krankenpflege, die hier ein Seniorenheim betreiben.

Naturregion Sieg

Am Feuchtgebiet im Hufwald, ein zwischen den Siegaltarmen und dem Haus zur Mühlen liegendes Sumpfgebiet, vorbei führt der Natursteig Sieg an den Ortsrand von Kaldauen, dem nach der Kernstadt größten Stadtteil von Sieburg. Kaldauen wird am Waldrand in nordöstlicher Richtung umrundet, um ins Wahnbachtal vorzustoßen.

Der 29km lange Wahnbach wird kurz vor seiner Mündung in die Sieg durch eine 52,5m hohe Staumauer zur Wahnbachtalsperre aufgestaut. Obwohl die 200ha große Wasserfläche nicht für Freizeitaktivitäten freigegeben ist und es auch keinen Rundweg oder ähnliches gibt, ist die Talsperre ein schönes Zwischenziel, das man allerdings nicht direkt über den Natursteig Sieg erreicht, sondern für das man einen kleinen – ca. 500m langen – Schlenker in die Wegführung einbauen muss.

Der Natursteig Sieg folgt dem Wahnbach auf seinen letzten Metern bis zur Mündung in die Sieg und passiert dabei das Kloster Seligenthal. Es wurde 1231 als erstes Franziskanerkloster nördlich der Alpen durch Graf Heinrich III. von Sayn gestiftet. Neben Kloster Seligenthal finanzierte Heinrich der Große auch das Kloster Sion in Köln, das Kloster Marienstatt bei Hachenburg, das Kloster Drolshagen und die Kommende Ramersdorf.

Kloster Seligenthal, zunächst eine Einsiedelei, erhielt 1255 eine Klosterkirche, die heute als Antoniuskirche Pfarrkirche von Seligenthal ist. 1709 wurde eine weitere Kapelle gebaut, die Rochuskapelle, die noch heute Ziel von Wallfahrten ist. 1803 erfolgte im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses die Säkularisierung des Klosters Seligenthal. Heute werden neben der Antoniuskirche und der Rochuskapelle die weiteren Gebäude der ehemaligen Klosteranlage für die Gastronomie genutzt.

Das letzte Wegstück auf der ersten Etappe leitet der Natursteig Sieg parallel zum Lauf der Sieg nach Weingartsgasse und erreicht damit das Stadtgebiet von Hennef. Von hier gibt es entweder die Möglichkeit, auf der Fußgängerbrücke die Sieg zu queren und den Bahnhof Hennef für die Rückfahrt nach Siegburg anzusteuern. Oder man bleibt nördlich der Sieg und beendet seinen Tag auf dem Natursteig Sieg mit einem Abstecher zum Schloss Allner, das einen knappen Kilometer weiter siegaufwärts liegt. Schloss Allner – heute eine schmucke Wohnanlage – stammt ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert und war zwischenzeitlich auch mal Landratsamt für den preußischen Kreis Siegburg.

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