Kelten-Römer-Pfad im Gleiberger Land


Erstellt von: Scholtesse
Streckenlänge: 26 km
Gehzeit o. Pause: 6 Stunden 23 Min.
Höchster Punkt: 499 m
Tiefster Punkt: 169 m
Der Kelten-Römer-Pfad im Gleiberger Land

Restaurant & Gästehaus „Am Kirchlein“
Restaurant & Gästehaus „Am Kirchlein“

Die Wahrzeichen des Gleiberger Lands sind die auf Vulkankegel erbauten Burgen Vetzberg und Gleiberg. Sie prägen das Landschaftsbild des Gießener Beckens in Oberhessen. Der Dünsberg (498m) überragt die beiden Berge und bietet einen wunderbaren Ausblick auf das Umland und die alte Reichsstadt Wetzlar.

Ein Großteil der Wanderroute ist mit den roten Buchstaben "KR" (für Kelten-Römer-Pfad) auf weißem Grund gut gekennzeichnet. Der Kelten-Römer-Pfad ist eine Schleife des Lahnwanderwegs, der der Lahn von ihrer Quelle bei Netphen bis zur Mündung in Lahnstein parallel folgt. Der Streckenverlauf gestaltet sich abwechslungsreich und beinhaltet Feld- und Waldwege.

Der Ausgangspunkt für den Kelten-Römer-Pfad befindet sich am Fuße der Burg Gleiberg kurz hinter dem Ortseingang von Wettenberg / Krofdorf-Gleiberg. Die erste Befestigungsanlage der heutigen Burgruine wurde ungefähr um 950 von Graf Otto, dem jüngsten Bruder des deutschen Königs Konrad I., errichtet. Das Burggelände und der Bergfried sind jederzeit begehbar. 1333 ging die Burg an die Grafen von Nassau über, die diese im 16. Jahrhundert um eine Unterburg erweiterten.

In einer Entfernung von 1,5km befindet sich die als Zweitburg erbaute Burg Vetzberg, die erstmals um 1226 erwähnt wurde. Sie wird zu Beginn des Kelten-Römer-Pfads östlich passiert. Nach der Durchquerung des Vetzberger Waldes läuft der Pfad an Fellingshausen vorbei in Richtung des Parkplatzes am Fuße des Dünsberg. Hier befindet sich der Nachbau eines Keltentores. Zahlreiche Spazier- und Wanderwege haben hier ihren Ausgang.

Auf dem Dünsberg befand sich eine große keltische Siedlung. Seit 1999 finden hier umfangreiche Ausgrabungen statt. In der Gemeindeverwaltung von Rodheim befinden sich im Museum KeltenKelter zahlreiche Originalfunde.

Auf der Kuppe des stark bewaldeten Dünsberges befindet sich ein Fernmeldeturm, ein Aussichtsturm mit Fernsicht bis zum Westerwald, zum Vogelsberg und zum Taunus. Die Gaststätte ist mittwochs, samstags und an Sonn- und Feiertagen geöffnet.

Der Abstieg vom Dünsberg erfolgt in südwestlicher Richtung. Zahlreiche Holzskulpturen eines Kunstpfades kann man dabei begutachten. Nach Überquerung der Landstraße in Richtung Königsberg, führt der Weg ein kurzes Stück parallel an dem Bieberbach und zwei Fischteichen vorbei und anschließend durch die idyllische zur Gemeinde Biebertal gehörende Siedlung Haina.

Von dort geht es in Richtung Süden über das Frauenkreuz und an einem Waldlehrpfad vorbei nach Atzbach. Hier endet (momentan) die Beschilderung des Kelten-Römer-Pfades. In die Waldmühle in Atzbach kann man sich noch einmal stärken. Der Weg geht jetzt in Richtung Nordost vorbei an Kinzenbach und Heuchelheim auf die Burg Gleiberg zu und zurück zum Ausgangspunkt der Rundtour.

Der Kelten-Römer-Pfad verläuft als Schleife des Lahnwanderweges im Lahn-Dill-Kreis von der Bepplerschen Mühle aus am Ortsrand von Dorlar vorbei und weiter nach Waldgirmes zum Römer Forum und von dort wieder auf den Lahnwanderweg.

Themen

Gleiberger Land Gießener Becken Hessen Oberhessen
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