Westerwaldsteig Etappe 13 Flammersfeld - Horhausen


Erstellt von: garmini
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑454m  ↓421m
Auf Etappe 13 führt der Westerwaldsteig ins Grenzbachtal

Am Ortsausgang von Flammersfeld startet die vielleicht schönste Etappe des Westerwaldsteigs, die durchs Grenzbachtal nach Horhausen führt. Startpunkt ist Flammersfeld, das bereits 1895 als Luftkurort staatlich anerkannt wurde. Gleich zu Beginn der Etappe liegt direkt am Westerwaldsteig der kleine Tierpark Flammersfeld. Heimische Tierarten u.a. eine Damwild-Herde, Esel, Gänse, Hühner und Kaninchen – leben hier und werden ehrenamtlich von den Bürgern betreut.

Der erste Wegabschnitt leitet den Wanderer in Richtung Seelbach und ins Wiedtal. Weiter in Richtung Seifen teilen sich Westerwaldsteig und Wiedweg die Trasse, um schließlich bei Döttesfeld die Einmündung des Holzbachs in die Wied zu erreichen. Hier am Holzbach befindet sich eine Kneipp-Wassertretanlage, die einzige entlang des Westerwaldsteigs, die an einem Fließgewässer installiert ist.

Ab Döttesfeld folgt der Westerwaldsteig jetzt dem kleinen Grenzbach. Dieser 9km lange Waldbach bildet die Grenze zwischen Puderbacher Land und Raiffeisenland und trennt damit auch den Landkreis Neuwied vom Landkreis Altenkirchen. In einem großen Renaturierungsprojekt wurde das Grenzbachtal wieder als ursprüngliches Wiesental zurückgebaut.

Im Grenzbachtal helfen robuste Rinderrassen die Bachaue offen zu halten. Für den Abschnitt zwischen Willroth und Linkenbach erfolgt eine Beweidung mit Galloways. Ein weiterer Abschnitt zwischen der Pleckhausermühle bis zur Wied bei Döttesfeld wird mit einer Rückzüchtung des Auerochsens beweidet, dem so genannten Heckrind. Eine Besonderheit dieser Rassen ist, dass sie nicht nur Gras, sondern auch krautige Pflanzen und junge Strauch- und Baumtriebe bis zu einem Zentimeter Stärke fressen.

Im Grenzbachtal stößt man auf das Gut Hoffnungsthal, in dem heute ein Yoga Vidya Zentrum untergebracht ist. Gut Hoffnungsthal wurde ursprünglich zwischen 1760 und 1780 als Jagdhaus der Fürsten von Wied erbaut und später zu einer Sägemühle umgerüstet.

Mit dem Westerwaldsteig folgt man weiter dem Lauf des Grenzbachs und erreicht schon bald den Hölderstein, ein kolossales, mit Buchen und Eichen bewachsenes Felsgebilde mit guter Sicht ins Grenzbachtal. Nach dem Aufstieg am Pleckhausener Marienbildstock vorbei reicht der Blick bis zum Beulskopf mit dem Raiffeisenturm.

An der südlichen Seite des Höldersteins wurde ein Klettersteig eingerichtet, der einzige dieser Art am Westerwaldsteig. Der ca. 250m lange Steig führt über Krampen, Steigbügel, Stifte, drei Leitern und eine Brücke und bewältigt einen Höhenunterschied von rund 80m. Erreichen kann man den 2010 eröffneten Klettersteig am Hölderstein von dem Wanderparkplatz (an der K 127) bei Döttesfeld-Breitscheid über den gelb markierten Zuweg des Westerwaldsteiges.

Weiter geht es über die Bauscheider Brücke in Richtung Grenzbachmühle, die im 16. Jahrhundert als Ölmühle errichtet wurde. Jetzt ist es nur noch ein kurzer Anstieg durch ein kleines Seitental nach Horhausen, dem Ziel dieser Westerwaldsteig-Etappe.

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