Horhausen (Westerwald)

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Das Wahrzeichen von Horhausen im Westerwald ist die Pfarrkirche St. Maria Magdalena mit ihrem 50m hohen, wuchtigen Turm. Wie auch die Pfarrkirche in Wirges wird die St. Maria Magdalena Kirche deshalb gemeinhin auch Westerwälder Dom genannt.

Die Pfarrkirche St. Maria Magdalena wurde 1902 nach Plänen des Regierungsbaumeisters Heinrich Krings aus Köln in neospätromanischen Formen erbaut. Der romanische Turm wurde im Zuge der Bauarbeiten um ein Geschoss erhöht und in den Neubau einbezogen. Unmittelbar an der schmucken Magdalenen-Kirche lädt der Kirchpark zum Erholen ein. Sehenswert ist dort auch der kleine Steinpark.

Zu Füßen der St. Maria Magdalena Kirche erinnert ein Denkmal an den wohl bekanntesten Bürger aus Horhausen: den späteren Kardinal und Erzbischof von Köln Joseph Höffner. Höffner wurde 1906 in Horhausen geboren, besuchte später das Gymnasium in Montabaur, studierte in Rom und Freiburg und schloss mit vier Doktortiteln ab – bis zu seinem Tod 1987 war er der einzige Deutsche, der das geschafft hat. 1969 wurde er Nachfolger des legendären Kölner Erzbischofs Frings und leitete von 1976-87 als Vorsitzender die Deutsche Bischofskonferenz.

Ein weiterer bekannter Sohn des Ortes Horhausen ist Kaplan Georg Friedrich Dasbach. Er gilt als Begründer der katholischen Presse und war als Abgeordneter seit 1898 Mitglied des Deutschen Reichstages. Das Geburtshaus von Georg Friedrich Dasbach in Horhausen in der Rheinstraße ist auch heute noch als ortsbildprägendes Gebäude (Lindenhof) erhalten.

In Horhausen lädt seit 2006 der Kräutergarten Horhausen zum Verweilen ein. Als Teil der Kräuterwind-Gartenroute durch den Westerwald, wurden verschiedene Themenbeete angelegt. So findet sich beispielsweise im Naschkatzen-Beet der „Colastrauch“ (Kampfereberraute, Artemisia alba), die „Gummibärchenblume“ (Cephalophara aromatica) und die „Mohnbrötchenblume“ (Scrophularia chrysantha).

Verlässt man den Ortskern von Horhausen in Richtung Grenzbachtal, erreicht man die Horhauser Mühle, die heute unter dem Namen Grenzbachmühle als Gastronomiebetrieb geführt wird. Das Anwesen geht auf eine Ölmühle aus dem 16. Jahrhundert zurück und liegt inmitten einer schönen Parklandschaft. Ein Kneipp-Tretbecken und der hoteleigene Weiher laden zum Verweilen ein.

Jeweils am Samstag vor Muttertag (und das ist immer der zweite Sonntag im Mai) findet in Horhausen der Westerwälder Blumenmarkt statt, der einer der größten Blumenmärkte in Rheinland-Pfalz ist. Seit 1981 wird der Blumenmarkt veranstaltet, auf dem über fünfzig Stände Schnittblumen, Zimmerpflanzen und Neuzüchtungen präsentieren.

Von Horhausen aus kann man nicht nur in den Nordic Walking Park Grenzbachtal einsteigen, sondern es sind auch zahlreiche Rundwanderungen mit unterschiedlicher Länge ausgeschildert. So führt der H 1 über gerade einmal 3km zur Grenzbachmühle. Der Wanderweg H 8 dagegen schlägt mit 17km als Rundkurs zu Buche. Ziele sind u.a. das Grenzbachtal, die Pleckhauser Mühle, das Gut Hoffnungstal, der Harzberg (296m), der Heiderhof und der Lahrbachtal-Weiher.