Obersteinebach

Das beschauliche Westerwald-Dorf Obersteinebach liegt auf etwa 300m Höhe im Tal des Lahrbaches. Der Lahrbach ist ein kleiner Zufluss der Wied, der bei Oberlahr in den Fluss mündet.

Direkt bei Obersteinebach ist am nördlichen Ortsrand der Lahrbach zu einem schön gelegenen Weiher angestaut. Der Lahrbachtal-Weiher hat eine Fläche von 2,8ha und ist bis zu 6m tief. Der Stausee verfügt über gut begehbare Ufer mit flachen Böschungen, was ihn zum beliebten Ziel für Angler macht. Aber auch manch ein Wanderer kommt bei seinen Touren zum Lahrbachtal-Weiher und kann den Naturstausee genießen, der als Geheimtipp gilt.

Wendet man sich von Obersteinebach nach Peterslahr kommt man am Naturdenkmal Bildeiche vorbei. Hier soll sich die Sage vom Bergmann und der Kröte zugetragen haben. Eine in eine Kröte verzauberte Ritterstochter forderte den Bergmann auf, mit seinem Mund einen Schlüssel aus ihrem Rachen zu holen. Hätte er es geschafft, hätte er den Schlüssel zum Turm in Burglahr und die dort vermuteten Schätze erhalten. Aber er schreckte vor Ekel zurück.

Da jammerte die Kröte: „Oh weh, nun muss ich wieder lange Jahre warten. Die Eichel, die eben zur Erde fiel, muss zu einem Baume heran wachsen. Aus seinem Stamme werden Bretter zu einer Wiege geschnitten. Der Knabe der als erstes in diese gelegt wird, kann als Mann mich erlösen. Du, Bergmann, hättest es vermocht, denn du hast als Kind in solch einer Wiege gelegen“. Wenn also ein fleißiger Wandersmann bei der Bildeiche eine Kröte findet, sollte er sich gut überlegen, ob er nicht die verwunschene Ritterstochter erlösen sollte.

Im Staatsforst Altenkirchen nicht weit von Obersteinebach liegt der Heiderhof, ein Gastronomiebetrieb mit einem angeschlossenen Freiwildgehege. Der Heiderhof liegt nur rund 150m abseits vom Westerwaldsteig, der auf seiner 14. Etappe von Horhausen nach Strauscheid bei Neustadt an der Wied führt.

Oberhalb von Obersteinebach stand um 1828 eine Kapelle, die zur bereits 1550 erwähnten Filiale Obersteinebach gehörte. Sie wurde 1926-27 neu aufgebaut und am 14. Oktober 1928 als St. Josef Kapelle geweiht.