Wirges

Eingefasst zwischen Westerwälder Seenplatte und Montabaurer Höhe liegt in einer Hochmulde die Kleinstadt Wirges, Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde im Kannenbäckerland.

Wirges findet bereits 959 erstmals Erwähnung, als König Otto I. den Hof Widhergis der Witwe des Herzogs Hermann von Schwaben schenkt. Seit 1586 ist Wirges als Standort des Töpferhandwerks bekannt. Ende des 19. Jahrhunderts lebten elf Betriebe von der Krugbäckerei.

Im Wirgeser Lied heißt es mit einer vernünftigen Portion Lokalstolz: „Wirges, Schatz an des Steimels Fuß“. Einen ersten Eindruck über die Stadt erhält man, wenn man den Wirgeser Hausberg Steimel (333m) besteigt. Dorthin führt ein Kreuzweg, der als Ziel die 1865 erbaute Marienkapelle auf dem Steimel hat. Am Steimel selbst ist ein kleiner Lehrpfad durch ein Vogelschutzgebiet eingerichtet.

Das Stadtbild von Wirges wird geprägt vom Westerwälder Dom, der katholischen Pfarrkirche St. Bonifatius. Die Grundsteinlegung erfolgte 1885, die Einweihung zwei Jahre später durch den Limburger Bischof. Die Architektur des sehr großzügigen Sakralbaus ist neugotisch. Die Kirche ist täglich geöffnet und zählt zu einem beliebten Besuchsziel im Kannenbäckerland.

Am Westrand von Wirges liegt der Silbersee, ein 4,5ha großer Teich, der von den Angelfreunden Wirges bewirtschaftet wird. Der Silbersee liegt schön eingerahmt in einer Waldgegend. Ein Ausflug lohnt sich auch ohne konkrete Angelabsichten.