Flammersfeld

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Flammersfeld ist seit 1895 der erste staatlich anerkannte Luftkurort im Landkreis Altenkirchen. Umgeben von ausgedehnten Laub- und Nadelwäldern liegt Flammersfeld 300m über dem Meeresspiegel in ruhiger, gesunder Höhenlage am Nordrand des Rhein-Westerwalds.

Sehenswert ist in Flammersfeld die evangelische Kirche, eine dreischiffige Pfeilerbasilika, deren Ursprung etwa um das Jahr 1200 liegt. Zahlreiche Umbauten und der calvinistische Bildersturm 1606 haben zu vielen Veränderungen des Sakralbaus und seiner Ausstattung beigetragen. Erhalten blieben aber stets die Marienglocke von 1424 und die St. Bernart-Glocke von 1446, beide von dem bekannten Glockengießer Peter von Echternach sowie die St. Michaelsglocke (1439) von Christian Düsterwalt. Vor der Kirche steht eine prächtige Kaisereiche, die 1888 angepflanzt worden ist.

Das Ortszentrum von Flammersfeld weist noch einige alte Fachwerkhäuser auf, die einen schönen Kontrast zur modernen Architektur des Raiffeisenbrunnens stehen. Überhaupt Raiffeisen: Der große Sozialreformer war von 1848-52 Bürgermeister in Flammersfeld und gründete hier die erste Genossenschaft der Welt: Den Hilfsverein für unbemittelte Landwirte.

Dem Wirken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen gedenkt das Raiffeisenmuseum, das im alten Rathaus untergebracht ist, von dem aus Raiffeisen seine Visionen umsetzte. Das Museum ist von einem kleinen Bauerngarten umgeben. Im Innern wird gezeigt, wie zu Raiffeisens Zeit gelebt und gearbeitet wurde.

Neben Friedrich Wilhelm Raiffeisen gibt es noch einen weiteren Bürger aus Flammersfeld, der es zu bleibendem Ruhm gebracht hat: Der Räuber Andreas Balzar, genannt Balzar von Flammersfeld. Geboren in Höchstenbach besuchte er kurz die Hohe Schule in Herborn, von der er aber verwiesen wurde, als herauskam, dass er ein Wilddieb war. Dann zog er als Freischärler durch den nördlichen Westerwald, bis die Franzosen den schwarzen Hauptmann (Le capitain noir) fassten und 1797 im Schlosshof von Westerburg erschossen.

Heute brauchen die Tiere keine Angst mehr vor Wilderern zu haben, weshalb sie auch gut gedeihen, vor allem im 40.000qm großen Tierpark Flammersfeld, der direkt am Westerwaldsteig liegt. Heimische Tierarten u.a. eine Damwild-Herde, Esel, Gänse, Hühner und Kaninchen – leben hier und werden ehrenamtlich von den Bürgern betreut. Ein Naturspielplatz auf dem Gelände und eine Streuobstwiese in direkter Nachbarschaft machen einen Stopp im Tierpark reizvoll.