Osburger Hochwald

Der Osburger Hochwald setzt den Hunsrücker Hochwald nach Westen fort. Das große Waldgebiet erstreckt sich von Osburg im Norden bis an die Keller Mulde. Der höchste Berg im Osburger Hochwald ist der Rösterkopf (708m).

Der Rösterkopf befindet sich auf Höhe der Landstraße von Reinsfeld nach Holzerath. Man kann ihn kaum verfehlen, denn auf seinem Gipfel steht ein 58m hoher Fernmeldeturm. Der Rundwanderweg Rösterkopf (10km) führt um den Gipfel und durch den Osburger Hochwald.

Auf der anderen, südlichen Seite der Landstraße entspringt die Ruwer. Die Ruwer-Quelle wird auch Ruwerspring genannt. Der Ruwerspring liegt auf 660m ü. NN. Die Quelle ist in einen Brunnen gefasst und ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel. Vom Ruwerspring aus fließt die Ruwer durch Kell am See, Niederkell, Zerf, Hentern, vorbei an Burg Heid, Hinzenburg, Schöndorf, Pluwig, Gusterath, Sommerau, Waldrach, Kasel und Mertesdorf und mündet nach 49km in Trier-Ruwer in die Mosel.

Westlich von der Ruwerspring an der Kreisstraße K 75 nach Kell am See hat man ein besonderes Naturerlebnis. Der kleine Ellersbach entspringt hier im Quellmoor im Weyrichsbruch. Dort führt ein Knüppeldamm hindurch und man kann diese Besonderheit bestaunen. Das Quellmoor bei Osburg ist eines der naturnah erhaltenen Hochmoore. Der Knüppeldamm des rund 400 Mio. Jahre alten Quellmoors liegt auf dem Rösterkopf-Rundweg und ist ein Teil des Premiumwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig.

Am Nordrand des Osburger Hochwalds fast schon bei Farschweiler steht das Forsthaus Sternfeld. Hier beginnt einer der sechs Themenwanderwege des Gewässerprojekts Ruwer und Nebenbäche, der als RuT5 markiert ist und den klangvollen Namen „Zur Kinderstube der Libellen“ trägt.

In Osburg mit seinem kleinen, verkehrsberuhigten Markplatz, steht die katholische Pfarrkirche St. Klemens. Die wurde erstmalig 1212 erwähnt. Es folgte 1741 ein Neubau bei Beibehaltung des Turms, der ein Teil der Kirche war. 1958 wurde das Kirchenschiff erneut abgerissen und die heutige Kirche steht neben dem uralten Turm. Der hat ein 1,4m dickes Mauerwerk aus Schieferbruchsteinen und einen Kegelhelm aus dem Jahr 1825. Im Inneren sehenswert sind die Passionsbilder. 14 Stück auf Leinen gemalte Kreuzwegestationen im Stil der Nazarener. Das heißt, statt Grusel hervorzurufen bei besonders drastischen Situationen, wurde eher „gesoftet“, um eine heimelige, religiöse Stimmung zu erzeugen.