Trier-Ruwer

Die Ruwer entspringt am Rösterkopf (708m) im Osburger Hochwald und mündet nach 49km in Trier in die Mosel. Und da, wo die Ruwer in die Mosel mündet, liegt der Trierer Stadtteil Ruwer/Eitelsbach.

1969 wurden die beiden vorher selbstständigen Orte Ruwer und Eitelsbach nach Trier eingegliedert. Eitelsbach ist um einiges kleiner als Ruwer und es zeigt sich als schmuckes Winzerdorf. Einst hatten hier Erzbischöfe und Kurfürsten aus Trier ihre Sommerfrische. Heute leben um die 300 Menschen im Ort, der mit zwei Höfen immer noch an die Weinbautradition erinnert.

Der Karthäuser Hof findet sich versteckt in einem Seitental bei Eitelsbach. Wohl ab dem 15. Jahrhundert bauten hier Karthäusermönche aus Trier ihren Hof mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Das Burghaus zeigt sich dreigeschossig mit einem Krüppelwalmdach und ist im Kern spätgotisch. Im 18. und 19. Jahrhundert erfolgten Umbauten mit Elementen aus Klassizismus und Neogotik.

Ein weiterer Hof mit Geschichte ist der Duisburger Hof, der in den Weinbergen und nördlich von Eitelsbach liegt. Das Hofgut entstand ab dem 14. Jahrhundert und ist immer noch im Besitz des Bischöflichen Konvikts von Trier. Die Bauten gruppieren sich um einen rechteckigen Hof. Man sieht einen viergeschossigen Wohnturm mit einem Walmdach aus dem 14. Jahrhundert, der 1571 überformt wurde. Der Treppenturm hat ein Pyramidendach und stammt aus dem 16. Jahrhundert.

In Ruwer selbst fällt zunächst die katholische Pfarrkirche St. Clemens ins Auge. Die Kirche entstand 1870-71 im neuromanischen Stil, wobei der Westturm noch von dem barocken Vorgängerbau aus dem 18. Jahrhundert stammt.