Schillingen

Westlich von Kell am See liegt Schillingen. Auch in Schillingen gibt es einen Stausee, doch der Schillinger See (nach dem zufließenden Gewässer auch schon einmal Flonterbachweiher genannt) ist deutlich kleiner. Das mindert aber nicht seine Beliebtheit als familien- und wanderfreundliches Naherholungsgebiet.

Das Freizeitzentrum Schillinger See lädt zu einigen Naturerlebnissen im Naturpark Saar-Hunsrück ein. Es gibt einen Barfußpfad mit einem Stelzengang, einem Bachlauf und man kann durch Matsch waten, einen Naturlehrpfad, ein unterhaltsames Labyrinth aus Baumstämmen und die Spießbratenhalle, wo es nicht nur Spießbraten gibt, sondern auch andere Stärkungen. Am Freizeitzentrum, das 1973 Gestalt annahm, ist auch Start und Ziel der Traumschleife Schillinger Panoramaweg.

Botanisch gesehen sind die Frühjahrsmonate März und April eine fantastische Zeit, den Schillinger Panoramaweg zu erkunden. Dann blühen die Narzissenwiesen am mittleren Ruwerlauf. Das wird auch jährlich mit dem Narzissenfest gefeiert.

Gleich zu Beginn des Weges kommt man an der Fatima-Kapelle vorbei. Die Fatima-Kapelle entstand an der Stelle eines Bildstocks und dem Ort, wo sich einst ein Landwirt zurückgezogen hatte, um den Rosenkranz zu beten. Weitere Männer des Dorfes kamen hinzu und aus der Kapelle wurde eine Grotte und 1936 wurde eine Statue aus Fatima aufgestellt. Es folgten ein Kapellenbau aus Steinen und eine Einsegnung, die im Jahr 1951 stattfand. Nach wie vor ist die Fatima-Kapelle ein Ort der Einkehr.

Die Kapelle gehört der katholischen Gemeinde an. Die katholische Pfarrkirche St. Albanus besitzt einen stattlichen romanischen Turm aus dem 12. Jahrhundert. In ihrem Untergeschoss ist eine kreuzgratgewölbte Kapelle. Das klassizistische einschiffige Kirchenschiff wurde 1825 anstelle des alten errichtet. Das gotische Triumphkreuz hängt an einer Kette über dem Hautaltar und stammt aus der alten Kirche, ebenfalls der Taufstein.

Auf Schillinger Gemeindegebiet an der Straße von Lampaden nach Heddert steht die Burg Heid westlich des Heidkopfs (530m) an der Ruwer. Burg Heid, auch Gutshof Heid genannt, ist eine Niederungsburg, die um 1800 entstand. Der Gutshof Heid geht auf das 14. Jahrhundert und das Trierer Domkapitel zurück. 1804 ersteigerte den Besitz ein Kunstsammler. Aus dem Anwesen wurde 1850 ein Herrensitz mit Weiher. Man sieht zwei Tortürme mit einem Wappen über dem Eingangstor. Die Burg Heid zeigt sich mit Hofhaus, Hofmauer, Brunnen, Wirtschaftsgebäuden, Bergfried und Herrenhaus. Zur Denkmalzone Heiderhof und Heidermühle gehört die Mühle. Sie liegt südwestlich der Burg an der Ruwer. Die Burg ist in Privatbesitz.

Westlich von Schillingen erstreckt sich bis zum Ruwertal ein größeres Waldgebiet. Mitten im Wald liegen zwei Naturdenkmäler. Einmal sind das die Fleschfelsen, zum anderen die Heckelbüschfelsen, beides rund 300 Millionen Jahre alte Quarzitfelsen.

IVW
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