Holzerath

Holzerath liegt am Rande des Osburger Hochwalds. Ein echtes Kleinod ist der Holzerather See. Da ist Baden und Planschen erlaubt. Der Holzerather See mit einer Freizeitanlage liegt etwa 15 Gehminuten vom Ortskern entfernt mitten im Wald.

Der Holzerather See wurde einst zum Flößen der gefällten Bäume genutzt. Zum Badesee, der an der tiefsten Stelle auf 1,8m kommt, gehört auch ein Wassertretbecken. Rund um den Waldsee in Holzerath, der vom Enterbach gespeist wird, kann man durch den ruhigen und idyllischen Mischwald wandern.

In Holzerath steht die katholische St. Helena Kirche in der Römerstraße unter Denkmalschutz. Der Saalbau entstand im nachbarocken Stil 1810. Im Inneren ist ein Holzaltar aus dem 18. Jahrhundert zu sehen. Der Sohn der heiligen Helena war übrigens der spätere Kaiser Konstantin der Große. Und der wiederum war ein Wegbereiter der Glaubensfreiheit. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass man das Jahr 313 schrieb, als die Mailänder Vereinbarung zustande kam, die den Menschen die Religionsfreiheit zubilligte.

Nordöstlich von Holzerath wurden Reste eines Römerlagers ausfindig gemacht. Die Stelle nennt sich dort noch immer so, obwohl dort zwischen Acker, Bäumen und Gesträuch davon nichts mehr zu sehen ist. Da hätte man ein Jahrhundert früher da sein müssen. Das Römerlager fand sich in der Nähe der Straße von Holzerath nach Reinsfeld und auf der Trasse der alten Römerstraße von Trier nach Hermeskeil.

Östlich von Holzerath, aber bereits in der Gemarkung von Bonerath, wird es nochmal spannend, denn da lauern die „Drei Mörder“, nahe der L 146. Um die Steinfelsengruppe ranken sich natürlich mehrere Sagen. Allen gemeinsam ist, dass dort drei Mörder zu Stein verwandelt wurden. Einig ist man sich darüber, dass die Steine von Menschenhand hergeschafft worden sind und es sich bei der Ansammlung um ein keltisches Hünengrab handeln könnte aus Quarzitblöcken.

Nördlich von Holzerath liegt umgeben von Wiesen und Feldern zwischen Ruwertal und Riveristal das Dorf Bonerath. Die katholische Kirche in Bonerath steht unter dem Doppelpatronat des heiligen Arnulf und der heiligen Margarethe. Der barocke Saalbau geht auf das Jahr 1702 zurück.

Westlich von Holzerath liegt der Ort Schöndorf. Die katholische Pfarrkirche St. Andreas wurde 1839 im Stil des Klassizismus gebaut und fällt durch den massigen freistehenden neoromanischen Glockenturm ins Auge, der 1908 zugefügt wurde. Zum Denkmalschutz zählen auch das Pfarrhaus und der Kirchhof mit den Priestergrabsteinen sowie das Kriegerdenkmal.

Ein Wanderziel ist der rund 2,5km südöstlich von Schöndorf im Beritt von Hinzenburg befindliche Quarzitfelsen Seiferingstein (539m). Von dem Felsblock hat man eine schöne Aussicht über das obere Ruwertal und über die Höhen des Osburger Hochwalds.

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