Gusterath

Im mittleren Ruwertal liegt Gusterath auf halber Höhe über dem eingeschnittenen Tal der Ruwer. In der Gusterather Brunnenstraße steht der spätbarocke Saalbau der katholischen St. Martin Kirche aus dem Jahr 1797. Ein weiterer Sakralbau ist die Wegekapelle nordwestlich des Ortes. Der kleine Putzbau wurde 1917 gestiftet und von dort aus bei den hohen Linden hat man einen schönen Blick in die Umgebung.

In der Gartenstraße steht ein weiteres denkmalgeschütztes Haus, ein sogenannten Quereinhaus aus der Zeit um 1800. Der auch als Trierer Haus bekannte Bau ist Bürgerhaus und Heimatmuseum. Das Heimathaus bietet eine Ausstellung, Museum, Bibliothek und Tagungsräume. Anhand des Quereinhauses ist zu sehen, wie damals gelebt wurde, nämlich Mensch und Tier unter einem Dach. Die Tiere sorgten so auch für Wärme.

Ein ganz anderes Baudenkmal steht in der Romikastraße im Ortsteil Gusterath-Tal. Das Romika-Werk entstand 1929 im Stil des neuen Bauens 1929, viergeschossig und mit einem Flachdach. Romika, die bekannte Schuhmarke, wurde 1921 in Gusterath gegründet. Nach dem Krieg arbeiteten hier fast 2.000 Beschäftigte und waren ein sichtbarer Teil des deutschen Wirtschaftswunders.

Der einstigen Schuhfabrik in Gusterath-Tal ist eine Traumschleife gewidmet. Die Traumschleife Romika-Weg (12km) führt zum Teil auf den Fußwegen der Arbeiter seinerzeit durch das Ruwertal zwischen Pluwig und Gusterath. Enge Waldpfade, Streuobstwiesen, Talblicke und auch die Freilichtbühne Pluwig liegen am Wegesrand und natürlich auch die Romika-Fabrikation aus der Gründerzeit.

Die Romikastraße führt in nördlicher Richtung ins benachbarte Gutweiler. Die Häuser im Kern sammeln sich um die neugotische Kirche, die aus Schieferbruchsteinen 1895 als Saalbau entstand. Der Turm der Pfarrkirche St. Cosmas und Damian, Schutzpatrone der Ärzte und Apotheker, kam 1953 hinzu. Das katholische Pfarrhaus nebenan ist ein Streckhof aus dem Jahr 1760 mit Erweiterungen aus dem Jahr 1896.

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