Traumschleife Romikaweg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑400m  ↓400m
Traumschleife Romikaweg

Es gab Zeiten, da kam Bekleidung nicht aus Fernost, sondern wurde in Deutschland produziert. So z.B. im Ruwertal südlich von Trier. Hier gründete Hans Rollmann zusammen mit Carl Michael und Karl Kaufmann 1921 die Schuhfabrik Romika (ROllmann, MIchael und KAufmann).

Romika war eine große Nummer: Bis zu 2.000 Menschen arbeiteten in Gusterath im Ruwertal und in Köln für die Schuhfarbiken, bis die Nazis wegen der jüdischen Eigentümer der Firma viele Hürden in den Weg legten und Romika in den Konkurs trieben.

Später ging es kleiner weiter, aber der Wirtschaftsaufschwung nach dem Kriegsende verhalf Romika zu erfolgreichen Jahren. Bis zu 12 Millionen Paar Schuhe wurden in den 1960ern produziert. In den 1990er ging Romika erneut Konkurs. Der Firmensitz befand sich da schon in Trier. Heute ist Romika ein kleines mittelständisches Unternehmen. Das ehemalige Firmengelände im Ruwertal ist heute Gewerbegebiet.

Soviel zur Vorrede. Was hat das nun alles mit Wandern zu tun? Nun, der Romika-Standort in Gusterath-Tal war zwar günstig, aber die Arbeiter mussten alle von weiter zu Fuß auf Schicht kommen. Und auf diesen Pfaden und Waldwegen wurde eine der beliebten Traumschleifen am Saar-Hunsrück-Steig angelegt. Deshalb der Name „Romikaweg“.

Das Wanderportal für die Traumschleife Romikaweg befindet sich am Sportplatz in Pluwig. Vom Parkplatz gehen wir über eine große Wiesenfläche hinab zur Kreisstraße, passieren diese und kommen ins Waschbachtal. Durch einen Tannenwald geht es hinauf nach Gusterath.

Wir wandern am östlichen Ortsrand entlang. Über einen kleinen Waldpfad und eine Treppenanlage kommen wir zur Gusterather Grillhütte. Durchs Waldbachtal geht es dann hinab in Ruwertal zum ehemaligen Standort des Romikawerks in Gusterath-Tal.

Vorbei am Gasthaus Reh geht die Wanderung wieder aufwärts und wir gehen weiter nach Lonzenburg. Dann geht es wieder ins Ruwertal und wir folgen der Ruwer bis nach Pluwig, wo wir nach einem kurzen Aufstieg wieder am Sportplatz ankommen.

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