Sommerau (Ruwer)

In einem Ruwertalkessel liegt Sommerau auf etwas unter 200m. Hier fließt der kleine Sommeraubach nahe des Bachwegs in die Ruwer, die einen kleinen Knick macht, ganz so, als wolle sie die Bewohner begrüßen und das sind nur knapp achtzig Leutchen, die sich unterhalb der Burgruine Sommerau ihre Häuschen pflegen.

Burg Sommerau steht auf einem 45m langen Felssporn und wird gleich von dem Knick der Ruwer dreiseitig umflossen. Das Trier Rittergeschlecht „von der Brücke“ ließ Burg Sommerau im 13. Jahrhundert bauen. Ihnen folgten die Herren „von der Fels“. Die Ersterwähnung von Sommerau geht auf das Jahr 1271 zurück. Der Dreißigjährige Krieg setzte der Burg sehr zu.

Die Weinlage Sommerauer Schlossberg ist in das Weingut Dr. Willkomm integriert. Die Weinlagen hier sind die südlichsten im Ruwertal. Im Gut Sommerau, 1898 als Kelterhaus erbaut, nahe der Burg und am Ruwer-Hochwald-Radweg gelegen, kann man den Schlossbergwein von trocken über feinherb bis lieblich und italienische Küche genießen. Das Weingut Sommerau ist der Weinkellerei Peter Mertes aus Bernkastel-Kues angegliedert.

Ein weiteres schmuckes Highlight im kleinen Sommerau ist der Sommerauer Wasserfall. Er entstand an einem Durchstich des Felssporns, auf dem die Burg steht. An der schmalsten Stelle bricht das Ruwerwasser hier hervor, damals um eine Mahlmühle zu betreiben. Der Mäander-Durchstich entstand durch die Ritter „von der Brücke“, wurde erstmalig 1572 erwähnt, wahrscheinlich 1330 gebaut und besteht heute noch. Allerdings erinnert lediglich ein Wandgemälde der Wagner Mühle an die Zeit des klappernden Mühlrads.

Im Gewässerprojekt Ruwer und Nebenbäche entstand auch der Sommerauer Rundwanderweg, markiert als RuT6. Auf der Runde kann man sich dann ganz auf die Wässerchen konzentrieren und ihre Bewohner. Start ist am Wasserfall, der heute nicht mehr so hoch ist, als seinerzeit. Es geht durch den Niederwald und an einem alten Bergwerksstollen vorbei, durch Flur und Weiden und man hat einen Blick auf Neuhof über die Wiesen.

Vgwort