Kölner Weg Etappe 5 Kloster Marienthal - Hachenburg


Erstellt von: Westerwaldverein
Streckenlänge: 24 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑838m  ↓795m
Das K des Kölner Wegs führt auch durch die Kroppacher Schweiz im Westerwald

In einem schönen von Wald umgegebenen Talschluss liegt in der Nähe von Seelbach bei Hamm das frühere Franziskanerkloster Marienthal. Hier beginnt die fünfte Etappe auf dem Kölner Weg, die den Wanderer durch die Kroppacher Schweiz in das malerische Städtchen Hachenburg führt, das über den schönsten Marktplatz im Westerwald und das Landschaftsmuseum Westerwald verfügt.

Das Kloster Marienthal wurde 1803 aufgehoben und wird heute als Bildungsstätte Haus Marienthal von der Kirche genutzt. Die Wallfahrtskirche wurde 1839 gebaut. Von der ursprünglichen um 1500 errichteten Kirche ist nur der Ostteil im Original erhalten. Der barocke Hochaltar wurde erst 1968 hier aufgestellt. Er stammt ursprünglich aus Windorf an der Donau. In einer Nebenkapelle auf der rechten Seite der Wallfahrtskirche befindet sich das gut ein Meter große Gnadenbild der schmerzhaften Mutter aus dem 15. Jahrhundert, das der Kölner Schule zugeordnet wird.

Vom Kloster Marienthal leitet der Kölner Weg durch einen Nadelwald zwischen Isert und Eichelhardt hindurch ins Tal der Nister, einem 64km langen Zufluss der Sieg, der an der Fuchskaute (657m) im Hohen Westerwald entspringt und bei Wissen einmündet. Die Nister hat sich tief in die Landschaft eingeschnitten, weshalb die Region ihren Beinamen zu Recht trägt: Kroppacher Schweiz.

Bei Stein-Wingert erreicht der Kölner Weg die Kroppacher Schweiz. Das Wegstück zwischen Ahlhausen und Stein-Wingert bringt den Wanderer am so genannten Ende der Welt vorbei. Diesen Namen verdankt die Region der Tatsache, dass es früher nur einen einzigen Weg hierhin gab und der war auch noch alles andere gut passierbar. Die Kinder, die aus Alhausen nach Stein in die Dorfschule wollten, mussten täglich über einen in Fels gehauenen Pfad, der nur mit einem Drahtseil vor dem Abrutschen in die Nister bewahrte, ihren Schulweg absolvieren.

Oberhalb von Stein-Wingert liegt die Spitze Ley (265m). Hier hat man einen perfekten Blick auf das Weltende. Der Aussichtspunkt ist nicht übertrieben gesichert, deshalb sollte man etwas vorsichtig sein. Aber man wird dafür auch mit einer beeindruckenden Aussicht belohnt. In unmittelbarer Nähe kann man „Auf dem Burghardt“ oberhalb des Ortsteils Altenburg noch die Reste einer keltischen Fliehburg erkennen.

Der Kölner Weg folgt der Nister weiter nach Heimborn zum Deutschen Eck des Westerwalds. Hier fließen Kleine Nister und Große Nister zusammen. Die beiden Flusstäler weiten sich und am Zusammenfluss in Heimborn ergibt sich ein idyllisches Naturensemble.

Der Kölner Weg folgt ab Heimborn dem Lauf der Großen Nister. An Heuzert und Astert vorbei erwandert man die Kroppacher Schweiz und kann Aussichtspunkten wie am Hartenberg oder der Hohen Ley die fantastische Aussicht genießen. Unterhalb von Limbach führt der Kölner Weg fast direkt an der mittelalterlichen Schiefergrube Assberg vorbei. Am oberen Tagebaurand führt ein begehbarer Schacht in den Untertagebereich mit einer Tiefe von 20m.

Weiter flussaufwärts erreicht der Kölner Weg in einer malerischen Schleife der Nister Kloster Marienstatt. Die Abteikirche „Unserer lieben Frau von Marienstatt“ gilt als älteste gotische Kirche östlich des Rheins. Im Inneren der Klosterkirche sticht besonders der Altar hervor. Das heute im Hochchor stehende Ursula-Retabel (Altaraufsatz) gehört mit dem Oberweseler Goldaltar und dem Klarenaltar im Kölner Dom zu den bedeutendsten mittelalterlichen Flügelaltären des Rheinlands. Es wurde wahrscheinlich um 1350 mit einer Breite von fünf Metern und einer Höhe von 2,30m errichtet.

Auf dem Weg nach Hachenburg passiert der Kölner Weg dann das Dorf Nister. Unterhalb der Nister liegt die 1234 erstmals erwähnte Nistermühle, der älteste dokumentierte Gewerbebetrieb des Oberen Westerwalds. Hier fand Konrad Adenauer im September 1944 für drei Wochen Unterschlupf, als die Gestapo als Folge des Aufstands vom 20. Juli 1944 den früheren Kölner Oberbürgermeister inhaftieren wollte. Wenig später ist Hachenburg, das Ziel dieser Etappe, erreicht.

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