Robert-Kolb-Weg Etappe 8 Kahler Asten - Münden


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 26 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 23 Min.
Höhenmeter ca. ↑550m  ↓886m
Der Robert-Kolb-Weg führt über die Landesgrenze ins Waldecker Land

Am Kahlen Asten (842m) beginnt der Robert-Kolb-Weg seine achte Etappe, die ihn in die Medebacher Bucht und über die Landesgrenze nach Hessen führt. Die ersten Kilometer teilt sich der Hauptwanderweg 6 dabei den Weg mit dem Hauptwanderweg 14, dem Astenweg. Zusammen geht es am Wetzstein (771m) und am Bärenberg (744m) vorbei in den Winterberger Stadtteil Züschen.

Der Ortsname Züschen leitet sich vom Wort „zwischen“ ab, was sich auf die Lage zwischen den beiden Bächen Sonneborn und Ahre bezieht. In Züschen vereinigen sich Sonneborn und Ahre zur Nuhne, dem drittlängsten Zufluss der Eder, die sie nach 36km bei Frankenberg erreicht. In Züschen sollte man etwas Zeit für einen Besuch der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist einplanen, die 1855-57 erbaut wurde. Sie ersetzte einen Vorgängerbau, der auf das 12. Jahrhundert zurückging. Damit gehört Züschen zu den ganz frühen Pfarreien im Sauerland.

Der Robert-Kolb-Weg folgt ein kleines Stück der Nuhne und führt dann wieder in die Hochsauerländer Bergwelt. Es geht zur Skihütte Hesborn am Nordrand der Hallenberger Bucht. Von hier lohnt sich ein Abstecher (etwa ein knapper Kilometer pro Wegstrecke) zum nördlich gelegenen Bollerberg (758m). Hier steht der Bollerbergturm. Von seiner Aussichtsplattform bietet sich ein Panoramablick über Teile des Winterberger Berglands und der Medebacher Bucht, hinüber zum Kellerwald, Burgwald und Habichtswald und sogar bis zum Harz. Die Aussicht wird aber teilweise durch Bäume eingeschränkt.

Dann geht es auf Medebacher Grund hinein ins Tal der Orke. Die Orke entspringt bei Küstelberg und fließt auf 38km der Eder zu, die sie bei Ederbringhausen erreicht. Hier im Oberlauf der Orke liegt der Ort Medelon, den der Robert-Kolb-Weg ansteuert. Sehenswert ist in Medelon die 1910 erbaute neugotische Bruchsteinkirche. Das älteste Haus im Ort ist das Niggemes genannte Fachwerkhaus aus dem Jahr 1774.

Weiter durch die weitläufig als Fauna-Flora-Habitat (FFH-Gebiet) geschützte Medebacher Bucht geht es auf dem Hauptwanderweg X6 nach Berge, dem kleinsten Ortsteil von Medebach. In dem schmucken Feriendorf sollte man einen Blick auf die 1699 erbaute Barockkirche St. Johannes Evangelist werden. In ihr befinden sich die Apostelbilder aus dem ehemaligen Kloster Glindfeld. Das älteste und vielleicht auch schönste Haus in Berge ist das Fachwerkhaus Klüppel, Baujahr 1790. Interessant ist auch das Haus der Erinnerung in der Langen Scheune, wo man sich einen historischen Brunnenkeller und bäuerliches Handwerkszeug anschauen kann.

Die Medebacher Bucht wird übrigens auch gerne Toskana des Sauerlands genannt. Hier zählen Wetterexperten die meisten Sonnenstunden in ganz Nordrhein-Westfalen. Und auf einer Fläche von knapp 14.000ha liegt hier eines der größten Vogelschutzgebiete Europas. Das verspricht Naturgenuss pur.

Das letzte Stück durch die Medebacher Bucht führt den Robert-Kolb-Weg zur Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen nach Hessen. Wieder im Orketal angekommen, bringt der Hauptwanderweg den Wanderer nach Münden ins Waldecker Land.

Robert-Kolb-Weg Etappen


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