Regionalpark-Rundroute Etappe 1 Mainspitze - Hattersheim


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 26 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑135m  ↓123m
Regionalpark-Rundroute Rhein-Main Gustavsburg-Hattersheim

Wir starten unsere Wanderung auf der Regionalpark-Rundroute Rhein-Main an der Mündung des Mains in den Rhein, bzw. genauer: am Bahnhof Mainz-Gustavsburg. Der Bahnhof Mainz-Gustavsburg wird im Halbstundentakt von der S-Bahn Linie S 8 angefahren, die von Wiesbaden über Mainz, Rüsselsheim, Frankfurt und Offenbach nach Hanau führt.

Wir beginnen die Wanderung in der Erzberger Straße und treffen direkt auf den 2004 eingerichteten Burgpark Gustavsburg. Der Burgpark umrahmt das Gelände, auf dem im Dreißigjährigen Krieg der Schwedenkönig Gustav Adolf seine Festung Gustavsburg hatte. An der Stelle des nach Nordosten ausgerichteten Eingangstores ist – angelehnt an alte Vorbilder – ein mehr als zehn Meter hoher Torturm errichtet worden. Als Spiel- und Kletterturm macht die Holzkonstruktion Geschichte wieder sicht- und erlebbar.

Weiter geht es auf der Darmstädter Landstraße (B 43) zur Kostheimer Brücke, um den Main zu überqueren. Nach links blickt man hervorragend auf die Mainspitze – den Zusammenfluss von Main und Rhein mit der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz im Hintergrund. Vor einem liegt der Wiesbadener (!) Stadtteil Mainz-Kostheim, dessen katholische Pfarrkirche St. Kilian sich schön am Ufer abzeichnet.

Oberhalb des Kostheimer Main-Hafens (wer einen Abstecher machen will: hier gibt’s einen schönen Aussichtsturm) führt die Regionalpark-Rundroute nordwärts. Man passiert die Bundesstraße B 40 und wenig später die Autobahn A 671 und kommt dann auf Höhe der Kiesgrube Gaul in die Gemarkung der Wein- und Sektstadt Hochheim am Main. Hier steht der Aussichtsturm Vogelnest inmitten der auch Silbersee genannten Kiesgrubenlandschaft.

Hat der Besucher die vierzig Stufen hinauf zum Aussichtsturm Vogelnest bewältigt, öffnet sich ein weiter Blick übers Rhein-Main-Gebiet. Im Norden begrenzt vom Rheingau und den Gipfeln des Hochtaunus, schweift das Auge über die Städtchen im Main-Taunus und die Frankfurter Skyline. Im Osten baut sich dahinter der Spessart auf, an den sich im Südosten nahtlos der Odenwald anschließt.

Vom Aussichtsturm Vogelnest führt die Regionalpark-Rundroute oberhalb von Hochheim entlang zur Wiesenmühle am Wickerbach. Der hübsche Mühlenkomplex wird heute gastronomisch genutzt. 1699 entstand die Mühle, die in ihren Grundzügen noch so erhalten ist, von einigen Aus- und Umbauten abgesehen, die durch den Zahn der Zeit und Zerstörung durch Krieg notwendig wurden.

Einen längeren Steinwurf entfernt steht die St. Anna Kapelle. Das idyllische Plätzchen wird von viel Natur und Wein umrankt. Der Weinberg trägt den Namen der 1715 erbauten Kapelle. Rund 200m südlich erhebt sich ein Baum aus Eisen. Dieser Flörsheimer Eisenbaum ist ein Aussichtsturm, den man unbedingt mitnehmen sollte.

Weiter wandert man auf der Regionalpark-Rundroute durch die Flörsheimer Schweiz zur Flörsheimer Warte. Die Flörsheimer Warte wurde 1996 im Zuge der Erschließung des Regionalparks Rhein-Main als Rekonstruktion eines mittelalterlichen Wehrturmes gebaut. Der einstige Turm aus dem 15. Jahrhundert war optisches Vorbild.

Vorbei an der kleinen Lourdes-Kapelle geht es unterhalb von Wicker auf einem Panoramaweg mit einigen sehenswerten Kunstobjekten nach Bad Weilbach. Man passiert das Flörsheimer Damwildgehege und steuert oberhalb des kleinen Kurorts Bad Weilbach, in dem auch schon Dichterfürst Goethe relaxte, zur Autobahn A 3.

Hier steht die Aussichtsbastion an der A 3. Sie zeigt die Region Rhein-Main mit all ihren Gegensätzen. Der Blick schweift über Felder und Wiesen zu den nahen Taunushöhen. Als Kontrast dazu lärmen direkt unter einem die Autobahn und die ICE-Schnellbahnstrecke und in der Luft kreisen die Düsenjets, die den Frankfurter Flughafen ansteuern.

Unterhalb von Weilbach wandert man auf der Regionalpark Rundroute zum Naturschutzgebiet Weilbacher Kiesgruben. Hier befinden sich das Naturschutzhaus und das Regionalparkportal mit Besucherzentrum. Höhepunkt an den Weilbacher Kiesgruben ist aber sicherlich der 41m hohe Aussichtsturm, der 2012 für Baukosten von rund einer halben Million Euro aufgestellt errichtet wurde. Vom Aussichtsturm Weilbacher Kiesgruben genießt man den weiten Blick über das Rhein-Main-Gebiet.

Über die Landschaftsinstallationen Nussbaumquartier und Obstrondell wandert man auf der Regionalpark-Rundroute weiter zur Wasserwerkschaussee, die uns zum Rosarium Hattersheim bringt. Das Rosarium wurde 1997 eröffnet und erinnert an die Hattersheimer Tradition als Rosenstadt. Mehr als 6.500 Rosenpflanzen und über 130 Sorten verbreiten ihren Duft. Im Mittelpunkt des Rosengartens beeindruckt eine 6,5m hohe Rosenpyramide mit Kletterrosen.

Vom Rosarium wandern wir nordwärts zum Tiergehege Hattersheim und begleiten den Schwarzbach bis ins Zentrum von Hattersheim rund um den alten Markt und den schmucken Stadtpark mit kleinem Weiher.

Regionalpark-Rundroute Etappen


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Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons, [CC-BY-SA-3.0]: 1, 2 by Brühl; 3 by Peng; 4 by Karsten11

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