Von der Schränke über den Pfannenbergturm zur Kreuzeiche


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 42 Min.
Höhenmeter ca. ↑313m  ↓313m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Schränke ist eine Höhe zwischen Neunkirchen und den Siegener Stadtteilen Eisern und Eiserfeld. Hier gibt es am Waldhaus Schränke einen großen Wanderparkplatz, von dem aus wir zu unserer Runde starten.

Wir gehen auf einem Waldweg in Richtung Pfannenberg (499m). Der Pfannenberg ist die höchste Erhebung im Siegener Stadtgebiet. Der Berg ist durchzogen von Stollen und Schächten, die größtenteils zur Grube Pfannenberger Einigkeit gehörten. Die war mal die tiefste Grube Europas (bis auf 1.338m Teufe). In der Betriebszeit von 1810 bis 1962 wurden achteinhalb Millionen Tonnen Eisenerz aus dem Pfannenberg „gebuddelt“.

An die Grubengeschichte erinnert heute u.a. der Pfannenbergturm. Das war ein alter Förderturm der Pfannenberger Einheit, der 1932 abgebaut und dann 1934 an seine heutige Stelle als Aussichtsturm wieder aufgestellt wurde. Der Pfannenbergturm ist knapp 20m hoch. Von seiner Aussichtskanzel können weite Teile des Siegerlands, die Gipfel des Rothaarkamms im Nordosten und des Westerwalds im Süden überblickt werden. Bei guter Fernsicht ist das Siebengebirge und dort insbesondere der Drachenfels zu erkennen.

Die Wanderung führt uns weiter Richtung Eichert (468m). Hier treffen wir südöstlich des Berggipfels auf die Kreuzeiche, die auf 455m Höhe am Schnittpunkte der fünf Gemarkungen von Eiserfeld, Brachbach, Dermbach, Mudersbach und Neunkirchen steht. Die Kreuzeiche wurde 1884 zur Erinnerung an die Kriege von 1864, 1866 und 1870-71 gepflanzt. Heute ist die Kreuzeiche ein bekanntes Wanderwegekreuz.

An der Kreuzeiche halten wir uns rechts (nach Norden) und wandern auf die Siedlung Kaiserschacht zu, die zum Eisenzecher Zug gehörte. Im Eisenzecher Zug wurde übrigens nicht nur viel Erz gefördert, sondern auch das Mineral Lepidokrokit weltweit erstmals entdeckt. Vorbei an der kleinen Kapelle der Siedlung Kaiserschacht gehen wir wieder tiefer hinein in die stillen Wälder oberhalb des Siegener Kessels und wandern auf ehemaligen Bergbaugrund zurück zum Parkplatz am Waldhaus Schränke.

Bildnachweis: Von Muck [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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