Siegen-Eisern

Östlich von Eiserfeld liegt der Siegener Stadtteil Eisern, der 1289 erstmalig urkundlich erwähnt wird. Noch bis Mitte der 1960er Jahre gehörte Eisern zu Wilnsdorf, 1966 kam es dann zu Eiserfeld. Nur neun Jahre später wurde Eisern im Zuge der kommunalen Neuordnung dann der Stadt Siegen zugeordnet.

Umgeben von mehreren hübschen Fachwerkhäusern findet sich in der Ortsmitte von Eisern die alte Kapellenschule in schwarz-weißem Fachwerkstil. Wo früher die Kinder von Eisern unterrichtet wurden, ist heute eine Heimatstube eingerichtet, die sich mit der bergmännischen Vergangenheit von Eisern beschäftigt. Arbeitsgerätschaften und allerlei Gegenstände des täglichen Lebens der Bergleute werden hier ausgestellt. Im anderen Teil des Gebäudes, der früher als Kapelle diente, beschäftigen sich die Exponate insbesondere mit der Religiosität der Bergleute.

Rund um Eisern existierten früher zahlreiche Erzgruben, deren Stollenmundlöcher heute noch sichtbar sind. Diesem Erbe widmet sich ein Verein, in dem sich Bergbau-Interessierte zusammengeschlossen haben. Sie haben mit viel Engagement in den vergangenen Jahren mehrere dieser Stollenmundlöcher freigelegt und restauriert. Darunter die Mundlöcher der Stollen Altes und Neues Glücksrad, den Christinenglücker Erbstollen oder den Stollen Nachod. Diese Stollen befinden sich alle an der Eisernhardt (482m). Für alle, die sich für die Bergbaugeschichte interessieren, lohnt sich also eine Wanderung auf diesem Berg.

Und auch für Flugbegeisterte lohnt sich der Weg auf die Eisernhardt, denn hier befindet sich ein kleiner Flugplatz für Segelflieger. In den 1930er Jahren, als der Flugplatz gerade erst eröffnet worden war, wurden die Flugzeuge noch mit einem Gummiseil in die Luft befördert. Eine schweißtreibende Arbeit, denn die Seile wurden mit Muskelkraft gespannt. 1952 wurde dann auf den Start per Motorwinde umgestellt, und seit 1960 werden die Segler mit einem Motorflugzeug in die Höhe geschleppt. Bei gutem Flugwetter kann man auf dem Flugplatz einen Start nach dem anderen beobachten.