Brachbach

Am Fuße des Werrnsbergs liegt eingefasst zwischen dem Siegtal und dem Windhahn-Höhenzug der zur Verbandsgemeinde Kirchen zählende Ort Brachbach. Der erst 1471 erstmals erwähnte Ort ist eine alte Bergbaugemeinde, in deren Gemarkung mehrere Bergwerke wie der Venus-Charlottenstollen und der Apfelbaumer Zug betrieben wurden.

Das Wahrzeichen von Brachbach ist aber das Stollenmundloch des Werrnsberger Erbstollens, der von 1796 bis 1961 betrieben wurde und als letztes Brachbacher Bergwerk geschlossen wurde. Der Stolleneingang zierte noch bis 1990 eine mächtige Fichte, die als Werrnsberger Fichte im Wappen von Brachbach verewigt worden ist.

In Brachbach gibt es entlang der Kirchstraße, Mittelstraße und Siegstraße einige sehenswerte Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie werden überragt von der katholischen Pfarrkirche St. Josef, einer neugotischen Hallenkirche von 1870. Der Westbau wurde erst später – 1911 – aus Bruchsteinen angefügt.

Die lange Bergbaugeschichte arbeitet der 2005 eröffnete Brachbacher Grubenwanderweg auf, der von Brachbach über den Höhenzug Windhahn führt. Startpunkt ist der Zechenwaldplatz mit dem 2003 neu errichteten Backes. Entlang der historischen Grubenstandorte führt der Weg über gut 10km bis zum Standort der Alten Hütte, die von 1529-1866 von den Brachbacher Hüttenbesitzern gemeinschaftlich betrieben wurde. Von hier geht es dann über den ältesten Teil von Brachbach wieder zurück zum Zechenwaldplatz vorbei an einem Bergmannsdenkmal, das der Brachbacher Künstler Josef Christ gestaltet hat.

Verlässt man Brachbach siegaufwärts erreicht man die als Naturdenkmal geschützte Felsengruppe Hohe Ley (317m). Noch weiter in Richtung Siegen erreicht man Birken, der einzige Ortsteil von Mudersbach am linken Siegufer. Hier erhebt sich die Felskuppe Birker Ley (378m).