Grubenwanderweg Brachbach


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑448m  ↓448m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Grubenwanderweg in Brachbach erschließt auf seiner Runde einen Teil der Bergbaugeschichte im Hellerbergland. Gestartet wird im Ortszentrum von Brachbach am Zechenwaldplatz mit dem 2003 gebauten Brachbacher Backes.

Brachbach verlässt man an der Pfarrkirche St. Josef vorbei in Richtung Sieg. Unmittelbar vor der neuen Siegbrücke geht es nach rechts zum Ecker Grundstollen hinein in den Buchenwald. In Richtung Schützenhaus sieht man linkerhand Knotts Haus, das ehemalige Zechenhaus der Grube Ecke.

Am Schützenhaus vorbei geht es dann auf einem schmalen Pfad hinauf zum Pastorsweg und weiter zum Apfelbaumerzug. Bis in die siebziger Jahre stand hier das Schachtgebäude der Grube. Heute verdeckt eine mächtige Betonplatte den 393m tiefen Schacht.

Entlang der Ahligswiesen geht es weiter zu einem alten Steinbruch, aus dem vor 130 Jahren alle Steine für die Brachbacher Josefskirche gebrochen wurden. Kurze Zeit später sieht man rechts den neu gestalteten Eingang zur Schiefergrube Josefsglück, die noch bis 1948 betrieben wurde.

Einen steilen Anstieg hinauf geht es vorbei an der Oberen Girnbach und der Grube Brüderschaft auf einen breit angelegten Haubergsweg. Etwas im Wald versteckt liegt der Eingang zur Grube Wasserquelle. Über einen schmalen Hohlweg, in den sich im Laufe der Jahrhunderte die Spuren der Eisenschuhe in den Fels geschliffen, die zum Bremsen auf der steilen Talfahrt unter die blockierten Hinterräder der Fuhrwerke geklemmt wurden, geht hinab und weiter durch einen Buchenhochwald an den Gruben Abendsonne und Abendstern vorbei bis zum Lombigswald. In diesem Talkessel sieht man noch die Überreste der einstigen Stollen, Halden und einer Erzwaschanlage.

Weiter ins Werrnsbergtal hinein passiert man die Schiefergrube Morgenroth und erreicht das Mundloch der Grube Moritzstollen. Linkerhand liegt die Grube Weide. Das Wasser des kleinen Brunnen kommt direkt aus dem Mundloch des Venus-Charlottenstollens. Hier empfiehlt es sich den Weg rechts hinaufzusteigen und die schöne Aussicht über Brachbach und ins Siegtal zu genießen.

Das Werrnsbergtal verlassend erreicht man die Kreisstraße und gelangt über die Austraße wieder nach Brachbach. Auf der linken Seite bei einem kleinen Rastplatz blitzt noch der Stumpf der früheren Werrnsbergtanne. In direkter Nähe steht das Feuerwehrhaus. Genau an diesem Platz verrichtete bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die Alte Brachbacher Hütte ihren Dienst.

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