Herdorfer Rundwanderung zur Kreuzeiche (über die Concordia)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 19 Min.
Höhenmeter ca. ↑308m  ↓308m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Städtchen Herdorf drehen wir heute eine waldreiche Runde. Herdorf war eines der Zentren des Siegerländer Bergbaus. In 100 Jahren wurden in der Region rund 60 Mio. Tonnen Eisenerz in den Gruben dutzender Bergwerke gefördert. Die letzte Grube, Grube Concordia, schloss 1962 in Dermbach. Eine der ersten war die Grube Bollnbach in Herdorf, die vor 1746 begann.

Start ist auf dem Parkplatz Am Marktplatz, hinter den Geschäftshäusern, die sich im Tal an die Hauptstraße drücken. Wir gehen dorthin, schauen links zur evangelischen Kirche und nach rechts zur katholischen Kirche, die nicht umsonst größer und zentraler steht. In der engen Kurve an der Heller, die eigentlich ganz schön gestaltet ist, knubbelt es sich. Die verwahrlost wirkende Häuserzeile zur Kirche hin, soll abgerissen werden, um die Kurve zu entschärfen.

Wir wandern die Burgstraße hinauf und hören, dass diese enge Gasse auch „Mistecke“ genannt wird, weil hier wohl früher einer wohnte, der die „Misten“ geleert hat. Die nächsten gut 8km begleitet uns Mischwald. Wir kreuzen die Straße K101, die Dermbach östlich mit Offhausen westlich verbindet. Bei Offhausen ist der bekannte Druidenstein, das Naturereignis am Druidensteig. Nach rund 3,6km sind wir auf fast 500m und bleiben obenauf, kommen über die 473m messende Kreuzeiche, wandern gen Südwesten und kommen hinunter zur Concordia, rund 9km haben wir an der Stelle.

Die Grube Concordia war eine Eisenerzgrube, die letzte, die im Herdorfer Beritt „Glück auf“ 1962 anstimmte. 1873 begann sie ihren Betrieb. Wenn es heute heißt: Wir gehen auf Concordia, dann kommt das oft von Kindern und Jugendlichen, die dort mit ihrer Schulkasse einen Ausflug dorthin unternehmen und im Ferienheim „Haus Concordia“ gemeinsam Zeit verbringen. Das Haus ist unter chistlicher, polnischer Leitung: „Chrześcijańskie Centrum Krzewienia Kultury, Tradycji i Języka Polskiego w Niemczech” - Christliches Zentrum für Kultur, Tradition und polnische Sprache in Deutschland.

Erst durch Wald, dann mit Waldrand gelangen wir nach Herdorf zurück, kommen bei einem Kreisverkehr aus, passieren diesen und halten uns dann mit den Schienen, die links von uns verlaufen. Wir sehen einen großen Parkplatz mit Supermarkt und ein letztes Relikt der Herdorfer Erzkultur mit dem schönen Hüttenhaus, in dem Veranstaltungen stattfinden. Demgegenüber entsteht einer dieser gesichtslosen Discounter-Plätze. Mit dem Bahnhofsweg geht’s zurück zum Marktplatz.

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