Auf dem Grubenwanderweg Herdorf unterwegs im Land der Druiden


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Länge: 25.6km
Gehzeit: 07:26h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Vor einiger Zeit hatte ich Ihnen versprochen, immer wieder einmal Wanderstrecken rechts und links des Druidensteigs vorzustellen. Mit der Wanderung des Monats April möchte ich Sie auf eine Umrundung des Städtchens Herdorf auf dem Herdorfer Grubenwanderweg einladen, bei der alle Ortsteile des Städtchens durchwandert werden. Wegen seiner Länge von fast 26 Kilometern empfiehlt es sich, die Wanderung in zwei Teilen durchzuführen. Doch der Reihe nach.

Wir starten unsere Wanderung auf dem Makrtplatz in Herdorf, den wir sowohl mit dem Pkw als auch mit der Hellertalbahn (Fußweg vom Bahnhof Herdorf zum Marktplatz ca. 600 m) bequem erreichen. Dabei wandern wir zunächst auf einem kurzen Stück gemeinsam mit dem Druidensteig in Richtung Hohenseelbachskopf und Daaden. Aber schon oberhalb der Bahnunterführung verlassen wir den Druidensteig nach links und begeben uns gemeinsam mit dem Europäischen Fernwanderweg 1 an den Aufstieg zum Josefshäuschen oberhalb von Herdorf.

Nachdem wir die erste "Bergprüfung" gemeistert haben, führt uns der sog. "Schwarzbeerweg" ohne große Höhendifferenzen aber mit herrlichen Aussichten über Herdorf und das Hellertal zum Grubengelände der ehem. Grube Wolf. Nun geht es an den nächsten Aufstieg zur Malscheid. Dabei führt unser Weg entlang der "Blauen Halde" und dem "Auge Gottes". Etwas unterhalb der Malscheid treffen wir auf den ehem. Fahrweg, auf dem der in der Malscheid gebrochene Basalt zur Brecheranlage im Sottersbachtal abgefahren wurde, um hier nach der Zerkleinerung mit der Sottersbacher Grubenbahn abtransportiert zu werden.

Diesem Fahrweg folgen wir in steilem Abstieg in das Sottersbachtal, wobei eine Lichtung den Blick frei gibt auf den gegenüberliegenden Hang und das Grubengelände der ehem. Grube "Friedrich-Wilhelm" in den Blick rückt. Auf der Talsohle überqueren wir den Sottersbach und lenken unsere Schritte in das Wohngebiet "San Fernando", das nach der gleichnamigen Grube benannt ist. Dabei sehen wir auf der rechten Wegseite ein Hochhaus, das die ehemalige Erzaufbereitung der Grube San Fernando beherbergte.

Kurz nachdem wir die ersten Häuser des Wohngebietes erreicht haben, zweigt unser Grubenwanderweg links in Richtung "Friedrich-Wilhelm" ab (Achtung!! Markierung fehlt) und steigt nun auf ca 100 m steil in Richtung Landstraße nach Daaden an. Die Landstraße wird ungesichert überquert und eine Infotafel des Herdorfer Heimatwanderwegs bestätigt uns, dass wir den richtigen Weg gefunden haben. Die Wanderung wird nun in Richtung auf das Geburtshaus von August Sander fortgesetzt, um an der Buswende nach links in ein kleines Seitental mit malerisch gelegenen Weihern zu wandern. Wer möchte, kann auch an der Buswende einen kleinen Abstecher von ca. 100 m machen und das Geburtshaus von August Sander, dem berühmten Herdorfer Fotografen, besuchen.

Eine Infotafel weist auf das Geburtshaus hin. Nach dem wir im Seitental auf dem Wanderparkplatz angekommen sind, wandern wir oberhalb von Herdorf in Richtung auf das Forsthaus und erreichen nach ca. 5 Min. das Jugendherbergsmuseum von Hans Ermert. Das mit viel Liebe zum Detail eingerichtete Museum kann nach tel. Voranmeldung (02744/1555) besichtigt werden.

Alsdann begeben wir uns zum Aufstieg zur Hachenburger Höhe und an der Wallfahrtsstation zweigt unser Wanderweg steil abfallend in das Hellertal ab. Am Friedhof von Sassenroth macht der Grubenwanderweg Herdorf eine Spitzkehre (Beschilderung beachten) und durch ein Waldstück gelangen wir an das Bergbaumuseum in Sassenroth.

Unmittelbar danach treffen wir an der Schranke auf die Bahnstrecke der Hellertalbahn und finden dort auch den Haltepunkt Sassenroth, von dem aus uns der Zug nach Herdorf zurückbringt. Die unentwegten Wanderer werden jetzt die zweite Etappe des Grubenwanderwegs in Angriff nehmen und sich an einen kurzen Aufstieg in Richtung des Wasserbergs begeben. Die Anstrengung währt jedoch nicht lange und der Wanderweg führt durch das sog. "Bärloch" zum Stollenmundloch der Grube "Königsstollen" (Infotafel). Nun schicken wir uns an, den mit 517 m Höhe höchsten Berg von Herdorf zu ersteigen, den Windhahn.

Dazu bedarf es allerdings eines etwa 4 km langen Aufstiegs, der in einem kleinen Seitental beginnt. Durch den Wald erreichen wir bald die ehem. Grube "Rote Zeche", wo ein Türstock errichtet wurde. Eine kleine Bank lädt zum Rasten ein, bevor der Aufstieg zum Windhahn fortgesetzt wird.

Bald schon erreichen wir den Fußballplatz von Dermbach und überqueren hier die Straße nach Kirchen. Unterhalb des Windhahns treffen wir auf den Grubenwanderweg Brachbach, der hier steil abfallend in das Siegtal führt. Wir biegen rechts ab und in sanftem Abstieg lenken wir unsere Schritte auf den malerisch gelegenen Herdorfer Ortsteil Dermbach. Der Ort wird auf kurzem Weg durchwandert und auf einer kleinen Anhöhe sollten wir unseren Wanderweg kurz verlassen, um das liebevoll gepflegte Kapellchen auf der Anhöhe über dem Ort zu besichtigen und den schönen Blick auf Dermbach zu genießen.

Zurück auf dem Wanderweg schicken wir uns nun an, die ehem. Grube Concordia zu besuchen. Das Gelände dient heute der kath. Kirche als Bildungs- und Begegnungsstätte. Natürlich kann man auch hier das Stollenmundloch noch sehen.

Nach einer Besichtigung lenken wir unsere Schritte wieder in Richtung Herdorf und durchwandern ein wunderbares Tälchen bevor wir auf einen weiteren Zeugen der Herdorfer Bergbaugeschichte treffen, dem Hüttenwäldchenstollen. Über den Seelenberg und die "Bollnbachs Bahn" wandern wir wieder zum Herdorfer Marktplatz und schließen somit einen geschichtsträchtigen Ring, dem wir bis hierher gefolgt sind.

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