Bergbaumuseum Sassenroth

Im Herdorfer Stadtteil Sassenroth wird seit 1986 das Bergbaumuseum des Landkreises Altenkirchen betrieben. In der alten Schule wird die Tradition im Eisenland zwischen Sieg und Heller bewahrt.

Im Museum zeigt eine Informationstafel die Standorte der verschiedenen Gruben und Hütten im Kreis und liefert detaillierte Informationen. Ausstellungsstücke dokumentieren die Geschichte des Bergbaus im Siegerland von etwa 500 v.Chr. bis zur Stilllegung der letzten Gruben in den 1960er Jahren. Die geologische Formation der Siegener Schichten wird in einem umfangreichen Mineralienkabinett vorgestellt. Und eine spezielle Ausstellung ist den Beleuchtungseinrichtungen für die Arbeit unter Tage gewidmet.

Im Kellergeschoss ist das eigentliche Schaubergwerk untergebracht. Es präsentiert die Arbeitswelt unter Tage. Ein Gang durch das Schaubergwerk führt vorbei an Schächten und Füllorten, durch verschieden ausgebaute Strecken und Stollen sowie in Abbaue. Grubenlokomotiven, Lademaschinen, Pressluftbohrer und sonstige Werkzeuge vermitteln zusammen mit Originalgeräuschen den Eindruck des Bergmannsalltags.

In den Außenanlagen kann man einen 15m hohen Förderturm und ein Maschinenhaus besichtigen. Hier sind u.a. die Großgeräte des Siemens-Martin-Stahlwerks der Charlottenhütte untergebracht.

Wenn man schon in Sassenroth ist, sollte man auch einen Abstecher zur Fatima-Kapelle am Leyfelsen einplanen. Sie ist nur über einen steilen Fußweg zu erreichen und seit ihrer Einweihung 1959 zum heimlichen Wahrzeichen von Sassenroth geworden. Der Sassenrother Bergmann Leopold Weller errichtete die Fatima-Kapelle nahezu im Alleingang, um an die in den beiden Weltkriegen gefallenen und vermissten Soldaten zu erinnern. Das gesamte Baumaterial kurbelte er mittels einer Haspel zu Berge. Die Haspelrolle ist heute noch zu sehen. Später wurde die Kapelle mit einem Glockenturm versehen, in denen heute die alte Sassenrother Schulglocke morgens und abends läutet.