Sauerland-Waldroute Etappe 3 Sundern - Möhnesee


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 24 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑688m  ↓696m
Die Sauerland-Waldroute führt über Arnsberg zum Möhnesee

Die dritte Etappe der Sauerland-Waldroute startet in Sundern in der Hauptstraße und führt auf der ersten Weghälfte hinauf nach Arnsberg, Sitz des Regierungspräsidiums für den südlichen Teil von Nordrhein-Westfalen. Die Sauerland-Waldroute teilt sich hier die Trasse mit dem vom deutschen Wanderverband als Prädikatsweg ausgezeichneten Ehmsenweg, der mit dem Wegzeichen X8 markiert ist.

Von Sundern geht es zunächst hinauf auf den Kreuzberg und dann hinein in die Hellefelder Mark, eine Landschaft, die man rund um Sundern auch als das Alte Testament bezeichnet. Am Hellenberg (407m) und am Flanenberg (450m) vorbei führt der Weg hinein in den Arnsberger Wald, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet in Nordrhein-Westfalen. Nach einem schönen Stück durch den Stadtwald von Arnsberg, erreicht die Waldroute die Ehmsenhütte, an der ein Gedenkstein an den Gründer des Sauerländischen Gebirgsvereins, Forstrat Ernst Ehmsen, erinnert.

Wenig später erreicht die Sauerland-Waldroute die Ruhr, passiert diese über eine kleine Brück und führt in das Eichholz, eine Art Stadtpark von Arnsberg. Am Anfang des Eichholz liegt der Kinderteich und erinnert an die einstigen Teichanlagen des Klosters Wedinghausen. Der Name rührt von der Sage her, dass sich ein Kinderwunsch dann erfüllt, wenn man, mit dem Rücken zum Teich stehend, eine Münze über die rechte Schulter hineinwirft. Der Teich ist heute ein wertvolles Feuchtbiotop, Lebensraum vieler Wasserpflanzen, Insekten, Fische und Lurche.

Durch das Eichholz erreicht die Sauerland-Waldroute das Flüsterhäuschen, ein Aussichtstempel mit besonderer Akustik. Der offizielle Name des Flüsterhäuschens ist allerdings Ehmsendenkmal und verweist wie die Schutzhütte zuvor auf das Wirken des SGV-Gründer Ernst Ehmsen.

Dann gehts an den übriggebliebenen Anlagen des früheren Klosters Wedinghausen und dem modernen Lichthaus vorbei durchs Hirschberger Tor zur Propsteikirche Arnsberg, die bis zur Säkularisierung 1803 ebenfalls dem Kloster diente. Der Westturm der Propsteikirche stammt noch aus dem 12. Jahrhundert, der frühgotische Chor datiert auf das Jahr 1253. Ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert stammen noch die wunderschönen Glaskunstfenster - es gibt nicht mehr viele erhaltene Glasfenster aus dieser Epoche.

Folgt man der Sauerland-Waldroute weiter, trifft man auf den Neumarkt, ein wunderschönes klassizistisches Ensemble aus der Zeit, als die Preußen nach dem Wiener Kongress 1815 die Herren von Westfalen wurden und Arnsberg zum Sitz der Provinzregierungssitz machten. Rund um den Neumarkt sind Gebäude zu finden, die noch heute deutlich erkennbar die Handschrift des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel tragen. 1825 entstand am Arnsberger Neumarkt die Auferstehungskirche als erste evangelische Kirche in Arnsberg. Wie die Fassaden und der Aufbau ist auch die Ausstattung der Kirche durchweg klassizistisch. So ist etwa der Taufstein einer antiken Opferschale nachempfunden.

Wos einen Neumarkt gibt, da gibts meist auch einen alten Markt, und den steuert die Sauerland-Waldroute nun durch den Steinweg an. Kurz vor dem Marktplatz passiert man das Sauerland-Museum, das im Landsberger Hof von 1605 untergebracht ist. Mittig auf dem alten Marktplatz findet sich der Maximiliansbrunnen. Auch die weiteren Gebäude, die den Marktplatz umstehen, sind sehenswert, wie etwa der Gasthof In der Krim, 1709 erbaut und seit 1833 als Gaststätte genutzt, das alte Rathaus und natürlich das Wahrzeichen von Arnsberg, der Glockenturm mit der auffälligen barocken Haube.

Weiter geht es den Schlossberg (265m) hinauf bis zur Ruine des ehemaligen kurkölnischen Schloss Arnsberg, das erstmals 1102 erwähnt und 1762 abschließend zerstört wurde. Die frei zugängliche Ruine thront hoch über Arnsberg und bietet einen schönen Blick auf die Arnsberger Ruhrschleifen und hinein in den Arnsberger Wald. Im Sauerland-Museum kann man übrigens ein Modell des Renaissanceschlosses vor seiner Zerstörung bewundern.

Vom Schlossberg führt die Sauerland-Waldroute wieder hinab ins kleine Berbkebachtal, das uns unter der Autobahn A 46 hindurch und dann hinein ins Naturschutzgebiet Breitenbruch-Neuhaus führt. Die Waldroute steuert das Tal der Wanne an, das auf Höhe des kleinen Wanneteichs erreicht wird. An der 9km langen Wanne sind Wasseramsel, Gebirgsstelze und Eisvogel als Brutvögel zu finden. Wegen der zahlreichen Uferabbrüche gibt es an der Wanne, bezogen auf ihre Lauflänge, die dichteste Besiedlung mit Eisvogel-Brutpaaren im Sauerland. Der Schwarzstorch, welcher in den angrenzenden Wäldern brütet, ist häufiger Nahrungsgast an der Wanne.

Das letzte Wegstück dieser Etappe folgt dann ab Breitenbruch der Hevensbrink, die in die Kleine Schmalenau mündet und dann in den Hevesee – dem südlichen Zipfel des Möhnesees – mündet. Mit der Bundesstraße B 229 passiert die Sauerland-Waldroute den Möhnesee und erreicht das alte Torhaus am Möhnesee.

Sauerland-Waldroute Etappen


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