Sauerland-Waldroute Etappe 6 Bestwig - Diemelsee


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 33 km
Gehzeit o. Pause: 8 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑996m  ↓928m
Auf der sechsten Etappe führt die Sauerland-Waldroute zum Diemelsee

In Bestwig im Ruhrtal startet die vorletzte Etappe der Sauerland-Waldroute, die uns ins Waldecker Land zum Diemelsee bringt. Los geht es am Bahnhof in Bestwig. Wir folgen der Bundesstraße in Richtung Brilon bis zur Abbiegung der Straße Im Bähnchen. Dann führt der Weg nach Ostwig ins Elpetal. Nach der Querung der Elpe folgt der Anstieg zur Steinbergruine. Dieser als Rauchgaskamin einer Eisenhütte geplante Turm wurde ganz pragmatisch zu einem Aussichtsturm umfunktioniert. Von oben genießt man einen schönen Blick über das Elpetal.

Ein weiteres Zeugnis der Bergbauvergangenheit im Hochsauerländer Schluchtgebirge folgt sogleich. Die Sauerland-Waldroute führt zum ehemaligen Alexanderstollen, der am Ortsausgang von Ostwig liegt. Ein Stück folgt der Weg noch dem Elpetal, dann knickt die Waldroute nach Osten ab und streift Gevelinghausen.

Hier fällt dem Wanderer sofort Schloss Gevelinghausen ins Auge, ein mittelalterliches Rittergut, das erstmals 1299 in den Büchern auftaucht. Charakteristisch sind die beiden interessant strukturierten Ecktürme des Herrenhauses mit ihren Walmdächern und der Mischung aus Fachwerk und Schieferverkleidung. Heute wird Schloss Gevelinghausen u.a. von der Akademie für Arbeitsschutz für Fortbildungsveranstaltungen genutzt.

Oberhalb von Gevelinghausen führt die Sauerland-Waldroute weiter nach Bigge, wo erneut die Ruhr passiert wird. Hinter der Bahnlinie liegt Schloss Schellenstein. Der ehemalige Adelssitz wurde vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts auf einer Schieferbank nahe der Ruhr erbaut. Das heutige Hauptgebäude von Schloss Schellenstein stammt nicht mehr aus dem Mittelalter. Der zweistöckige Bau mit dem markanten Eckturm entstand Anfang des 18. Jahrhunderts, die zwei Seitenflügel fügte man um 1850 hinzu. Mittelalterlich ist allerdings noch das Kellergewölbe. Heute ist das Gebäude in Privatbesitz und teils dauerhaft bewohnt, teils zu Ferienwohnungen ausgebaut. Mehrere hübsche Nebengebäude in Fachwerkbauweise komplettieren das Ensemble.

Über Langer Berg (554m), Zwöllberg (586m) und Eisenberg (595m) leitet die Sauerland Waldroute jetzt hinauf auf die Briloner Hochfläche. Unterwegs trifft die Sauerland-Waldroute auf den Rothaarsteig, der von Brilon kommend in Südrichtung weiter zu den Bruchhauser Steinen führt. Die Waldroute dagegen steuert ostwärts und erreicht schon bald den Briloner Bürgerwald in Gudenhagen-Petersborn. Hier entsteht auf rund 10ha Fläche, die vom Orkan Kyrill zerstört wurde, ein neuer Wald, aber keine Fichten-Monokultur, sondern eine vielfältige Waldlandschaft mit dreißig verschiedenen Baumarten, gepflanzt durch Briloner Bürger und Waldbauern.

Dann passiert die Sauerland-Waldroute die Hoppecke, ein 35km langer Zufluss der Diemel. In einem großen Bogen verläuft der Weg am Südhang des Örenstein (641m) zur Landesgrenze nach Hessen. Kurz danach liegt der Diemelsee vor uns. Der 165ha große Stausee wurde 1924 in Betrieb genommen. Heute dient der Diemelsee neben der Wasserregulierung für Oberweser und Mittellandkanal vor allem der Wasserkrafterzeugung und der Erholung. Tauchen, Schwimmen, Angeln und Kanufahren sind möglich.

Die Sauerland-Waldroute folgt dem Ufer des Diemelsees – jetzt wieder auf nordrhein-westfälischer Seite – an der Staumauer vorbei bis in den kleinen Ort Helminghausen, der bereits zu Marsberg gehört. Begünstigt durch die Lage am Diemelsee findet der Wanderer hier trotz gerade einmal 200 Einwohnern eine tragfähige touristische Infrastruktur.

Sauerland-Waldroute Etappen


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