Rundweg Alte Burg und Kreuzbergkapelle (Arnsberg)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 19 Min.
Höhenmeter ca. ↑211m  ↓211m
Markierung für den Rundweg Alte Burg in Arnsberg

Wenn man in Arnsberg von der Alten Burg spricht, meint man nicht die Ruinen auf dem Schlossberg oberhalb der Altstadt, sondern die auf der anderen Seite der Ruhr gelegene Rüdenburg bzw. deren spärliche Reste. Die stehen, weitgehend zugewachsen, auf dem Römberg (303m), der von der Ruhr und ihrem Zufluss Walpke eingefasst wird.

Wir starten im Seufzertal direkt an der Walpke. Das sieben Kilometer lange Bachtal steht in weiten Teilen unter Naturschutz. Teile des Bachlaufes wurden in den letzten Jahren renaturiert. Heute sind hier Bachforelle, Plattbauchlibelle, Teichmolch, Wasseramsel und die Zweigestreifte Quelljungfer heimisch.

Auf dem Hans-Hein-Weg begleiten wir die Walpke auf ihrem Weg zur Ruhr und kommen dann kurz auf die Landstraße („Im Seufzertal“), der wir ein paar Schritte folgen, bis wir in die Tiergartenstraße abbiegen. Die bringt uns wieder in den Wald, wo uns der Kreuzweg hinauf zur Kreuzbergkapelle leitet.

Die Kreuzbergkapelle wurde 1868 im Geist der Spätromantik erbaut. Als Vorbild gilt die Apollinariskirche in Remagen, es gibt aber auch Beziehungen zum Neubau des Schlosses Herdringen. Kreuzweg und Kapelle sind nach Einschätzung des westfälischen Amtes für Denkmalpflege aus den 1980er Jahren: „unbestreitbar ein Gesamtkunstwerk von nationalem Rang und lebendig bewahrter Ausdruck der Neugotik und der Frömmigkeit jener Zeit.“

Den Kreuzweg betend zieht alljährlich an Karfreitag morgens eine Prozession Gläubiger zur Kreuzbergkapelle hinauf. Am Abend des Ostersonntags findet in jedem Jahr ein Fackelzug auf den Kreuzberg statt. Anschließend wird auf der Wiese zwischen Kreuzberg und Alter Burg das Osterfeuer angezündet - weshalb diese Wiese Osterfeuerwiese genannt wird. Das Arnsberger Osterfeuer ist eines der größten im Sauerland.

Wir wandern weiter zur Franz-Elkemann-Hütte und den Resten der Rüdenburg. Die Rüdenburg wurde im 11. Jahrhundert errichtet und 1365 an das Kloster Wedinghausen verkauft. Im 17. Jahrhundert wurden die Reste der Burg als Steinbruch unter anderem zum Bau des Rittergutes Obereimer genutzt.

Heute finden sich vor allem im Bereich der Vorburg noch sichtbare, teilweise wiederhergestellte Reste der Anlage. Darunter sind die Mauer zwischen Vor- und Hauptburg und die unteren Teile des Bergfrieds. Im Bereich der Hauptburg sind die unteren Bereiche des neueren Wohngebäudes sichtbar. Von der Rüdenburg wandern wir auf dem markierten Weg wieder zurück Richtung Kreuzbergkapelle und ins Seufzertal.

Bildnachweis: Von Machahn [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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