Oberwald (Vogelsberg)

Die Wanderregion Oberwald bildet den nördlichen und östlichen Teil des Hohen Vogelsbergs, also die Waldgebiete, die sich an das Dreigestirn des Vogelsbergs anschließen: an Taufstein (773m), Hoherodskopf (764m) und Sieben Ahorn (753m). Nach Norden hin sind das die Städte Herbstein und Ulrichstein, nach Osten die Gemeinde Grebenhain.

Der Oberwald wild eingerahmt vom Lautertal im Norden, dem Gieseler Forst im Osten und dem Blauen Eck im Süden. Speziell Naturfreunde und Hobbygeologen kommen im Oberwald auf ihre Kosten, z.B. an markanten Gesteinsformationen wie dem Burgfrieden, dem Wilden Stein, dem Landenhäuser Stein, der Bonifatiuskanzel, der Uhuklippe und dem alten Steinbruch Klöshorst.

Aber auch in Sachen Kultur kann man etwas unternehmen. Ein Besuch des Museums im Vorwerk zeigt etwa, wie einst Naturalabgaben in der Zehntscheune gesammelt wurden und wie früher Landwirtschaft betrieben wurde. Burg Ulrichstein mit Aussichtsturm und Vogelsberggarten, Schloss Stockhausen und das Muna-Museum – eine Ausstellung zur Munitionsproduktion im Oberwald – runden die Möglichkeiten ab.

Sehenswert von außen sind auch noch weitere Gebäude, neben der katholischen Pfarrkirche St. Jakobus, einer spätgotische Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert, z.B. der Edelhof, ein prachtvoll ausgeführtes Fachwerkhaus im Stil des Vogelsberger Einhauses. Ebenfalls ein Leckerbissen für Fachwerkfreunde ist die Teufelsmühle. Die ist so schön, dass die Sage munkelt, der Teufel selbst hätte sie gebaut.

Zwei Besonderheiten gibt es im Oberwald zudem zu sehen: Den deutschlandweit ersten Bibelpark, in dem alttestamentarische Bauwerke nachgebaut wurden. Manche Arrangements, wie die Arche Noah oder der Turmbau zu Babel sind begehbar und auch als Kinderspielgeräte benutzbar. Und ebenfalls aus Holz ist die alte denkmalgeschützte Skisprungschanze von Bermuthshain, an der heute ein kleiner Aussichtspunkt angebracht ist.