Lanzenhain

An der Ostflanke des Ellersbergs (621m) liegt der zu Herbstein gehörende Ort Lanzenhain. Durch Lanzenhain fließt die Alte Hasel, ein kleines Bächlein, das nach 18km bei Stockhausen in die Altefeld mündet. Am Oberlauf der Alten Hasel – westlich von Lanzenhain – liegt das kleine Naturschutzgebiet Wannersbruch mit schönem Schwarzerlenbestand.

In Lanzenhain selbst fällt der Blick zunächst auf die evangelische Kirche. Sie entstand 1630 als rechteckiger Fachwerkbau und ist in typisch Vogelsberger Manier mit Holzschindeln getäfelt. Ihren dreiseitigen Vorbau, der dank seiner geschweiften Haube ein bisschen wie ein Kirchturm aussieht, erhielt die Lanzenhainer Kirche im 18. Jahrhundert.

Wer auf der Herbsteiner Felsentour unterwegs ist, passiert bei Lanzenhain zwei markante Geotope. Da ist zum einen nördlich des Dorfs der Diebstein (577m), eine Felsklippe aus Alkalibasalt, an der einst Verbrecher der Gerichtsbarkeit übergeben wurden.

Östlich von Lanzenhain erstreckt sich ein Buchenmischwald, der von Basaltblöcken durchsetzt ist. Stellenweise handelt es sich um richtigen Urwald, in dem umgestürzte Bäume liegen bleiben, langsam mit Pflanzen überwuchern und neuen Lebensraum bieten für viele Insekten, Pflanzen und Tiere. Im Zentrum des Waldes liegt der Burgfrieden, eine eindrucksvolle Basaltformation, umgeben von einem Basalt-Blockmeer.